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Hypo Real Estate

HRE halbiert 2009 Verlust

Der angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) hat im vergangenen Jahr seinen Verlust reduziert.

Dennoch belief sich das Ergebnis vor Steuern auf minus 2,22 Milliarden Euro, wie die HRE am Freitag mitteilte. 2008 war noch ein Vorsteuerverlust von knapp 5,38 Milliarden Euro angefallen. Belastet
wurde das Ergebnis den Angaben zufolge vor allem durch weitere
Kreditrisikovorsorge sowie durch Aufwendungen für die externe
Liquiditätsunterstützung. Unter dem Strich fiel ein Verlust von knapp 2,24 Milliarden Euro an.

Wie die Bank weiter mitteilte, stiegen die operativen Erträge binnen Jahresfrist von minus 585 Millionen auf 419 Millionen Euro. Hierbei habe sich vor allem das weit weniger negative Handelsergebnis sowie das ausgeglichene Finanzanlageergebnis ausgewirkt. Belastet wurden die operativen Erträge im vergangenen Jahr dagegen durch Aufwendungen von 741 Millionen Euro für Garantien im Zusammenhang mit der Liquiditätsunterstützung durch den Sonderfonds
Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) und den Bund. Weiter hieß es, dass
die Konzernbilanzsumme gegenüber 2009 um 14 Prozent auf 359,7
Milliarden Euro sank.

Interims-Vorstandchefin Manuela Better, die nach dem überraschenden Rücktritt von Axel Wieandt am Vortag, die Bank führt, sagte, dass der Konzern 2009 stabilisiert und die Verluste deutlich reduziert worden seien.

Ziele für 2010 seien die weitere Etablierung der pbb Deutsche
Pfandbriefbank, die fortgesetzte Reduzierung der Bilanzsumme sowie
der Aufbau einer Abwicklungsanstalt zur Auslagerung nicht-strategischer Geschäftsfelder und der erfolgreiche Abschluss des EU-Verfahrens. Allerdings werden vor allem die Kosten für die " Bad Bank " das Ergebnis zusätzlich belasten. Insgesamt sollen die Verluste gegenüber 2009 weiter eingedämmt werden.

Allerdings müsse, solange über Umfang und Ausgestaltung der
Abwicklungsanstalt nicht entschieden ist, davon ausgegangen werden,
dass der Konzern nicht vor 2012 in die Gewinnzone zurückkehren kann,
hieß es weiter.

Binnen Jahresfrist sank die Zahl der Mitarbeiter um rund 400 auf
etwa 1400.

(ddp)


 


 

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