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Infineon-Zerschlagung?

IG Metall befürchtet Infineon - Zerschlagung

Nach dem Einstieg des US-Finanzinvestors Apollo beim schwer angeschlagenen Münchner Chipkonzern Infineon befürchtet die Gewerkschaft IG Metall einen zusätzlichen Stellenabbau und den Verkauf der Unternehmensbereiche Drahtlose Kommunikation sowie Smartcards. Der Vorstand hat das Konzept eines integrierten Halbleiterkonzerns aufgegeben, sagte Martin Kimmich, der für den Konzern zuständige Vertreter der IG Metall Bayern der Zeitung "Euro" am Sonntag.

Auf einer Belegschaftsversammlung am Freitag, 10.07.09 habe der Vorstand die Frage nach einem weiteren außerplanmäßigen Stellenabbau offen gelassen, sagte Kimmich dem Blatt. Wir rechnen daher mit weiteren Sparmaßnahmen, fügte er hinzu. Die Stimmung in der Belegschaft, die dem Vorstand zuletzt weitgehend loyal gegenübergestanden habe, drohe zu kippen. Weil Dividendenzahlungen nicht in Sicht seien, werde Apollo den Einstieg über Spartenverkäufe refinanzieren, befürchtet die Gewerkschaft.

Damit bediene sich der Vorstand erneut bei den Ansprüchen der Beschäftigten, sagte Kimmich mit Blick auf die Kündigung des Tarifvertrags und Infineons Ausstieg aus dem Arbeitgeberverband im vergangenen November. Nach den am Freitag bestätigten Plänen will Apollo über eine Kapitalerhöhung mindestens 15 Prozent und höchstens jedoch bis 29,99 Prozent an Infineon erwerben.

(Redaktion)


 


 

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