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Anleger aufgepasst - Deutsche Capital Management ist pleite

Das Emissionshaus Deutsche Capital Management AG (DCM) hat beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Wie der Deutsche Verbraucherschutzring e. V. mitteilt, soll es seit längerem Unregelmäßigkeiten bei DCM-Immobilien gegeben haben.

Erst vor wenigen Wochen geriet die DCM AG (München), die einst zu den führenden Emissionshäusern für geschlossene Immobilienfonds zählte, in negative Schlagzeilen. Die Räumlichkeiten zweier ehemaliger DCM-Töchter, die im letzten Jahr an die Frankfurter Immobilienfirma S&K verkauft wurden, wurden im Rahmen der S&K-Ermittlungen durchsucht. Außerdem gab es, wie das “Fondstelegramm” berichtete, Spekulationen um Unregelmäßigkeiten. Merkwürdig erschienen auch das plötzliche Verschwinden des DCM-Vorstandschefs Pawel Miller und die verkündeten DCM-Pläne, vorerst keine Immobilienfonds mehr aufzulegen.

Insolvenzantrag gestellt

Am 2. April 2013 sei von der DCM AG ein Eigenantrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt worden, bestätigte die Sprecherin des Amtsgerichts München gegenüber verschiedenen Medien. Das Emissionshaus habe laut eigenen Angaben Fonds mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 4,7 Milliarden Euro aufgelegt; das eingezahlte Anlegerkapital beläuft sich auf mehr als zwei Milliarden Euro. Zum DCM-Angebot gehörten neben dem Hauptgeschäftsfeld “Geschlossene Immobilienfonds” auch Medienfonds, Energiefonds, Transportfonds und andere.

Kritik an DCM nahm zu

Schon im Jahr 2007 wurde Kritik an der DCM AG laut, als verschiedene Immobilien aus vier DCM-Fonds in die mittlerweile börsennotierte Prime Office AG überführt wurden. Der Vorwurf damals: Die Anleger der Fonds seien übervorteilt worden. Für erhebliche Schlagzeilen sorgten auch die so genannten “Flächentricks à la Jürgen Schneider” beim Fuggerstadt-Center in Augsburg, beim Hochhaus des Süddeutschen Verlages in München und bei der T-Online-Zentrale in Darmstadt. Die Nutzflächen der Immobilien seien auf dem Papier verdoppelt und damit der Immobilienwert gegenüber Banken und Anlegern künstlich angehoben worden. Natürlich seien durch diese gesetzeswidrige Praxis auch die Mietpreise künstlich in die Höhe getrieben worden.

DCM-Anleger sollten sich beraten lassen

Immer wieder wurden diverse DCM-Fonds von Experten bemängelt, da sie als Altersvorsorge beworben wurden. Viele Renditefonds von DCM seien jedoch als Blindpool konzipiert worden. Diese Anleger wussten also nicht, in welche Objekte ihre Beteiligung geflossen ist. Solche Blindpools bergen für den Anleger ein hohes Risiko. DCM-Anlegern empfiehlt der DVS den Gang zu einem auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Anwalt. Bei verschiedenen DCM-Renditefonds droht in diesem Jahr auch die Verjährung von Schadensersatzansprüchen.

Quelle und weitere Informationen: www.dvs-ev.net

(Redaktion)


 


 

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