Immobilienbesitz
Trauschein oder Grundbuch – wann ist man Eigentümer?
München. Ein Drittel der Deutschen sitzt dem Irrglauben auf, dass man etwa durch einen unterzeichneten Darlehensvertrag oder per Eheschließung automatisch Miteigentümer einer Immobilie wird – und liegt damit völlig falsch. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale.

17 Prozent der Befragten glauben irrtümlicherweise, dass es neben dem Grundbucheintrag noch weitere Möglichkeiten gibt, rechtmäßiger Immobilieneigentümer zu werden - beispielsweise die Unterschrift auf dem Darlehensvertrag, die Mitfinanzierung durch Eigenkapital oder die Eheschließung. ©Jens Bredehorn / pixelio.de
Immobilieneigentümer ist per Gesetz derjenige, der im Grundbuch steht. Rund einem Drittel der Deutschen ist das nicht klar: Sie wissen entweder nicht über die Rechtslage Bescheid oder glauben, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, Eigentümer zu werden, so das Ergebnis einer repräsentativen Studie von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale.
Wer der rechtmäßige Eigentümer einer Immobilie ist, legt ausschließlich der Grundbucheintrag fest. Die Unterschrift auf der Finanzierung verpflichtet dagegen nur zur Zahlung. Um auch Rechte an der Immobilie zu haben, ist der Weg zum Notar erforderlich, der den Grundbucheintrag veranlasst.
Eigentumsverhältnisse: 33 Prozent wissen nicht Bescheid
17 Prozent der Befragten glauben irrtümlicherweise, dass es neben dem Grundbucheintrag noch weitere Möglichkeiten gibt, rechtmäßiger Immobilieneigentümer zu werden - beispielsweise die Unterschrift auf dem Darlehensvertrag, die Mitfinanzierung durch Eigenkapital oder die Eheschließung. 10 Prozent setzen nur auf diese Faktoren und damit komplett aufs falsche Pferd - sie haben allenfalls Anteil an Pflichten und Kosten, nicht aber an den Rechten. Weitere 6 Prozent geben an, keine Ahnung zu haben, worauf es ankommt, um rechtmäßiger Eigentümer einer Immobilie zu sein. Selbst bei Befragten, die in Wohneigentum leben, herrscht teilweise Unklarheit.
Mit der Erfahrung steigt der Wissensstand
67 Prozent der Befragten, sind über die gesetzlichen Bedingungen im Bilde. Vor allem Immobilienbesitzer kennen sich in puncto Eigentumsverhältnisse gut aus: Sie treffen zu 71 Prozent mit ihrer Antwort ins Schwarze, während nur 63 Prozent der Mieter Bescheid wissen. Der Grund für den besseren Wissensstand ist simples Learning by doing: Wer schon einmal ein Haus oder eine Wohnung gekauft hat, kennt sich mit den Formalitäten aus. Aus demselben Grund sind wohl auch die ab 50-Jährigen überdurchschnittlich gut informiert. Schließlich steigt mit dem Alter auch die Wahrscheinlichkeit, bereits selbst eine Immobilie erworben zu haben.
Die Ergebnisse der Studie im Überblick:
Was denken Sie: Wann sind Sie der rechtmäßige Eigentümer einer Immobilie?
- - Die richtige Antwort kannten 67 Prozent
- - Teilweise richtig geantwortet haben 17 Prozent
- - Die falsche Antwort gaben 10 Prozent
- - Keine Ahnung antworteten 6 Prozent
Für die repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2012“ wurden im Auftrag von immowelt.de 1.012 Personen durch das Marktforschungsinstitut Innofact befragt.
(Redaktion)
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Bild Nr. 1 © Jens Bredehorn / pixelio.de / pixelio.de
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