16.08.2011  15:10 Uhr

Aktuelle Studie
Die teuersten Immobilienstandorte sind in Bayern

München. Bayerns Städte zählen bundesweit zu den teuersten Standorten für Immobilien. Von den 30 deutschen Städten mit den höchsten Preisen für neu gebaute Eigentumswohnungen und Reihenhäuser befinden sich 19 im Freistaat, wie die Landesbausparkasse (LBS) Bayern am Dienstag in München mitteilte.

Grundlage sei der aktuelle Immobilienpreisspiegel von LBS und Sparkassen für 660 Städte in der Bundesrepublik.

"Die Preisentwicklung zeigt, wie begehrt Wohnimmobilien in Bayern bei Selbstnutzern und Kapitalanlegern sind", sagte LBS-Sprecher Franz Wirnhier. Gründe dafür seien die gute wirtschaftliche Situation Bayerns, der starke Arbeitsmarkt und ein hoher Freizeitwert. Zudem seien die Zinsen derzeit "historische günstig".

Spitzenreiter sind München, Unterhaching und Unterschleißheim

Der Untersuchung zufolge liegt derzeit der häufigste Wert für ein neues Reihenhaus in München bei 660.000 Euro und damit höher als in jeder anderen deutschen Stadt. Auch die folgenden Plätze belegten mit Unterhaching, Unterschleißheim, Dachau, Garmisch-Partenkirchen und Starnberg oberbayerische Städte.

Auch bei den Eigentumswohnungen lägen bayerische Städte vorn. Eine neue Eigentumswohnung koste in München 4.050 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (häufigster Wert). Es folgten Garmisch-Partenkirchen (3.900 Euro) und Starnberg (3.600 Euro). Unter den zehn deutschen Städten mit den höchsten Preisen für neue Eigentumswohnungen befänden sich auch Unterhaching, Unterschleißheim und Dachau.

Ähnlich stellt sich die Situation der Untersuchung zufolge im Markt für gebrauchte Wohnimmobilien dar. Die ersten zehn Plätze seien in bayerischer Hand. Spitzenreiter mit jeweils 550.000 Euro als am meisten genannter Wert seien Unterhaching und Unterschleißheim. Auf Platz drei rangiere München mit 510.000 Euro. Insgesamt befinden sich 18 der 30 deutschen Städte mit den höchsten Werten für gebrauchte Reihenhäuser in Bayern.

Unterhaching teurer als Frankfurt oder Hamburg

Gebrauchte Eigentumswohnungen kosten in München derzeit den Angaben zufolge 3.250 Euro pro Quadratmeter und in den Vorstadtgemeinden Unterhaching und Unterschleißheim 3.000 Euro. Derselbe Wert gelte für Starnberg. Damit seien gebrauchte Eigentumswohnungen dort teurer als in den Großstädten Hamburg (2.840 Euro) und Frankfurt am Main (2.500 Euro). Insgesamt befänden sich 14 bayerische Städte in der Liste der 30 höchstbewerteten Standorte für gebrauchte Eigentumswohnungen in Deutschland.


 

(dapd-bay Ralf Beunink)

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