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Insolvenzbeauftragter will Quelle nicht an Heuschrecke verkaufen

Der Insolvenzbeauftragte für die Arcandor-Versandhandelssparte Primondo, Jörg Nerlich, will die zum Verkauf stehende Unternehmensgruppe mit dem Flaggschiff Quelle nicht an einen Heuschrecken-Investor verkaufen.

"Wir suchen keine Heuschrecke, die nur auf die schnelle Rendite schaut", sagte Jörg Nerlich der "WirtschaftsWoche" laut einer Vorabmeldung.

Gerüchte über Interessenten wie die Finanzinvestoren Cerberus und Golden Gate wollte Nerlich nicht bestätigten, fügte aber an: "Finanzinvestoren sind nicht per se schlechte Investoren. Als Heuschrecken würde ich auch nur solche Käufer bezeichnen, die den übernommenen Firmen übermäßige Schulden aufhalsen und Unternehmenswerte versilbern, um den Kaufpreis zu finanzieren. Das kommt bei Primondo aber nicht in Frage - und würde auch nicht funktionieren."

Unterdessen brechen bei der Primondo-Kernmarke Quelle die Umsätze
weg. "Bei Quelle sind die Rückgänge derzeit noch zweistellig", sagte
Nerlich. Verbuchte Quelle zuletzt 2,3 Milliarden Euro Umsatz, rechnet
der Insolvenzbeauftragte für das laufende Geschäftsjahr, das am 1. September begonnen hat, mit einem Umsatzvolumen von 1,6 bis 1,7 Milliarden Euro.

Einsparen will Nerlich in Zukunft auch durch den Verzicht auf viele Gebäude. Allein im Großraum Nürnberg verfüge Quelle zurzeit über 18 verschiedene Standorte. Ziel sei es, dass die 2800 Mitarbeiter, die künftig in der Zentrale arbeiten, alle in einem Gebäude untergebracht werden.

(ddp)


 


 

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