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"Weltrevolution" Internet löst Printmedien ab

"Focus"-Herausgeber Helmut Markwort setzt das Internet mit einer "Weltrevolution" gleich. Das Medium habe alle anderen Formate vor völlig neue Aufgaben gestellt und das Verhalten von Nutzern grundlegend verändert, sagte er am Mittwoch im Presse-Club in München.

Vor allem der Auflagenrückgang nage zunehmend an den Printmedien. Viele Anzeigenbereiche wie Immobilien seien im Internet attraktiver darzustellen und wanderten deshalb verstärkt von Zeitungen und Zeitschriften ab.

Mit dem Internet sei auch ein "Schnorrermedium" entstanden, sagte der ehemalige "Focus"-Chefredakteur Helmut Markwort. "Sie kriegen alles umsonst." Den Qualitätsjournalismus sieht er durch das Internet aber nicht bedroht. "Die Medien, die auf dem Papier seriös sind, sind es auch online." Dennoch halte er die Flut an Informationen aus verschiedensten Quellen, die oftmals nicht offensichtlich seien, für gefährlich. "Der Gegenstrom ist gewaltig." Vor allem Blogs könnten dazu benutzt werden, um "gezielte Desinformation und Verleumdung" zu betreiben.

Markwort blickte auch auf die Anfänge des "Focus" 1993 zurück: "Viele haben geglaubt: es wird nichts", sagte er. Mit dem Magazin habe sich aber bis heute die Landschaft der politischen Berichterstattung verändert und die Monopolstellung des "Spiegel" sei gleichzeitig aufgeweicht worden.

(dapd-bay)


 


 

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