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Investor Relations

Unternehmen weiter im Aufwind Ergebnisse des DIRK-Stimmungsbarometers Frühjahr 2010

Für die Mehrheit der börsennotierten Gesellschaften im deutschsprachigen Raum hat sich die wirtschaftliche Lage seit dem Spätsommer letzten Jahres weiter verbessert.

Auch den nächsten sechs Monaten sehen sie optimistisch entgegen. Davon profitiert der Dialog mit den Kapitalmarktteilnehmern. Für die kommende Hauptversammlungssaison plant jedes vierte Unternehmen die Übertragung der Eigentümerversammlung im Internet. Ein Online-Voting spielt noch keine Rolle. Das sind ErgebnISSe des aktuellen DIRK-Stimmungsbarometers, für das die GfK im Auftrag des DIRK 460 Investor Relations Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt hat.

Die wirtschaftliche Erholung setzt sich zu Beginn des neuen Jahres weiter fort. In Deutschland liegt der Indikator zur Einschätzung der derzeitigen Unternehmenslage zum zweiten Mal in Folge im positiven Bereich: Er erreicht 45 Punkte nach ursprünglich geschätzten 33 Punkten. Die Erwartungen der deutschen IR-Manager vom August letzten Jahres wurden somit deutlich übertroffen. Dass die IR-Manager einen nachhaltigen Aufschwung erwarten, zeigt sich in der Vorrausschau auf die nächsten sechs Monate. Der Indikator zur Einschätzung der zukünftigen Lage liegt mit 50 Punkten deutlich im positiven Bereich und erreicht das hohe Niveau vom Jahresbeginn 2007 - vor der Finanzkrise. Die Stimmung korrespondiert mit dem monatlichen ifo-Geschäftsklima-Index, der im Januar diesen Jahres zum zehnten Mal in Folge gestiegen ist.

Auch die Lage der Unternehmen in Österreich und der Schweiz hat sich im Vergleich zum August 2009 deutlich verbessert. Bis zur Jahresmitte 2010 rechnen vier von zehn IR-Manager damit, dass sich die eigene Unternehmenslage weiter verbessern wird.

Erfreulich ist, dass der Aufschwung in den Strukturen und Abläufen der IR-Abteilungen angekommen ist. War es bei der Augustbefragung 2009 noch jedes zehnte Unternehmen in Deutschland, dass von sinkendem Personal in der eigenen IR-Abteilung ausging, erwartet das jetzt nur noch jedes zwanzigste Unternehmen. Das entspricht dem langjährigen Durchschnittswert. Eine weitere messbare Größe ist die Anzahl der Investorentermine. Nachdem im Frühjahr 2009 noch 24 Prozent der deutschen Unternehmen mit weniger Terminen rechneten, gehen in der aktuellen Befragung gerade mal 6 Prozent von einer solchen Entwicklung aus. Ein weiterer positiver Trend lässt sich bei der Anzahl der Analysten erkennen. Zum vierten Mal in Folge ging die Zahl der Skeptiker, die eine sinkende Coverage bei ihrem Unternehmen befürchten, zurück. Ingesamt rechnen drei von vier Unternehmen damit, dass die Anzahl der Analysten zur Jahresmitte stabil bleibt.

Elektronische Abstimmung bei der Hauptversammlung keine Alternative

Neue Kapitalmarktgesetze wie das Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie(ARUG) geben nicht nur den Aktionären mehr Möglichkeiten bei der Ausübung ihrer Rechte, sondern erweitern auch die Gestaltungsspielräume der börsennotierten Gesellschaften bei der Umsetzung ihrer Hauptversammlung. Auf die Frage, ob die Unternehmen eine elektronische Abstimmung bei der Hauptversammlung in Betracht ziehen, antworteten 75 Prozent der deutschen IR-Manager mit Nein, da derzeit noch zu viel Unsicherheit besteht und die gelebte Praxis fehlt. Nur 3 Prozent lassen eine elektronische Abstimmung bei der nächsten Hauptversammlung zu, 23 Prozent planen diesen Vorgang in der Zukunft. Dass das Thema Hauptversammlung im Internet noch in der Kinderschuhen steckt, zeigt die derzeitige Anwendung: Nur jedes vierte Unternehmen in Deutschland plant, die nächste Gesellschafter-versammlung online an die breite Öffentlichkeit zu übertragen. Mit Blick auf die Indizes zeigt sich, dass DAX-Gesellschaften eine Vorreiterrolle einnehmen. Drei von vier "Large Caps" ziehen diesen Schritt in Erwägung. Entscheidet sich ein Unternehmen für die Übertragung im Internet, dann zeigt es die Rede des Aufsichtsrats- sowie Vorstandsvorsitzenden. Dagegen werden die Generaldebatte und die Abstimmung eher selten übertragen.

Jedes dritte Unternehmen steigert Präsenz

Im deutschsprachigen Raum steigerte jedes dritte Unternehmen im Jahr 2009 im Vergleich zum Jahr 2005 seine Hauptversammlungspräsenz. Bei der Mehrheit der Gesellschaften lag die Präsenz im Jahr 2009 bei mindestens 60 Prozent. Regionale Unterschiede gibt es vor allem bei der Distribution der Tagesordnung im Vorfeld sowie beim Abstimmungsverfahren während der Hauptversammlung. Ist in Deutschland die postalische Verteilung der Einladung über Banken Standard, liegt der Schwerpunkt in Österreich beim direkten elektronischen, in der Schweiz beim direkten postalischen Versand an den Aktionär . Hinsichtlich der Abstimmung präferieren die deutschen und die österreichischen Unternehmen das Subtraktionsverfahren, wohingegen sich die schweizer Unternehmen mehrheitlich für das Additionsverfahren entscheiden. Dienstleister wie beispielsweise ISS und IVOX, die institutionelle Investoren beraten oder stimmrechtlich vertreten, spielen länderübergreifend keine Rolle.

(DIRK - Deutscher Investor Rela)


 


 

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