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"Streetside"

Microsoft verschiebt Start der Kamerafahrten für "Streetside"

Nach den Streitigkeiten mit dem bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht über die Vorab-Widerspruchserklärung der Mieter und Eigentümer zum Start von Bing-Streetside kommt jetzt eine überraschende Erklärung von Microsoft. Der Termin vom 9. Mai wird nun verschoben, angeblich gebe es Probleme mit den Autos.

Gestern abend noch war sich der Pressesprecher des Innenministeriums, Oliver Platzer, noch sicher: "Sowohl Microsoft als auch das Landesamt für Datenschutzaufsicht haben angekündigt, weitere Gespräche zur Beilegung ihrer Meinungsverschiedenheiten zu führen. Dabei wollen sie eine gemeinsame Lösung im Interesse des Datenschutzes finden, bevor Panoramaaufnahmen im Internet gezeigt werden. Das Landesamt für Datenschutzaufsicht ist unabhängig, wir sind aber zuversichtlich, dass bis zum 9. Mai 2011 vor dem Beginn der Befahrungen der Street-Side-Fahrzeuge eine einvernehmliche Lösung gefunden wird."

Fahrzeuge erst mit leichter Verspätung technisch ausgestattet

Nun ist es seit gestern Abend amtlich, der Termin wird vom 9. Mai auf den 23. verschoben. Der Grund ist aber nun ein völlig anderer: Es gibt Probleme mit den Autos. Weiter ging man auf diese Entscheidung durch Microsoft darauf nicht ein. Nur so viel: "Die Fahrzeuge können technisch erst mit leichter Verzögerung vollständig ausgestattet werden."

Microsoft plant, in diesem Sommer mit "Streetside" eine Konkurrenz zu Googles "Street View" im Internet freizugeben. "Streetside" soll Teil der Suchmaschine Bing werden, mit der etwa der Handyhersteller RIM ("Blackberry") künftig eng zusammenarbeiten will. Wie Microsoft am Mittwoch weiter mitteilte, sind die nächsten Fahrten dann für Juni in der Region Rhein-Neckar sowie rund um Stuttgart angesetzt. "Hier dauern die Fahrten voraussichtlich bis in den August hinein", hieß es. Bereits zuvor hatte Microsoft angegeben, in den nächsten Monaten deutschlandweit etwa 60 Städte abfotografieren zu wollen. Der Dienst soll zudem bereits in diesem Sommer freigeschaltet werden.

Der Konzern steht für seinen Plan jedoch bei Datenschützern derzeit in der Kritik

Anders als Google plant er nicht, den Betroffenen vor der Veröffentlichung die Möglichkeit einzuräumen, ihre Wohnungen und Häuser verpixeln zu lassen. Das will Microsoft nur nachträglich ermöglichen. Das für Microsoft in Deutschland zuständige Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht drohte bereits damit, das Projekt notfalls per Verfügung zu stoppen. Allerdings seien dabei nicht die Kamerafahrten das Problem, sondern nur mögliche Veröffentlichungen.

(Redaktion)


 


 

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