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Speicherchiphersteller Qimonda

Keine Angebote für Qimonda

Nach dem Rückzug eines chinesischen Interessenten sind die Chancen auf eine Rettung des insolventen Münchner Speicherchipherstellers Qimonda weiter gesunken. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters Michael Jaffé sagte am Dienstag, bislang liege kein Angebot zur Übernahme des Chipherstellers vor. Dennoch gingen die Bemühungen weiter, betonte er.

Das sächsische Wirtschaftsministerium bestätigte, dass der Gouverneur der chinesischen Provinz Shandong, Jiang Daming, an Minister Thomas Jurk (SPD) geschrieben habe, «dass die Provinz einer vollständigen Übernahme zurückhaltend gegenüberstehe». Der Gouverneur habe darauf verwiesen, dass Shandong noch am Anfang der Entwicklung zum Mikroelektronikstandort stehe und aufgrund der globalen
Finanzkrise die Nachfrage nach elektronischer Informationstechnik rapide zurückgegangen sei.

Der Gouverneur rechne aber damit, dass die chinesische Unternehmensgruppe und Qimonda konkrete Verhandlungen über Kooperationen führen werden. Jurk sagte, das Schreiben sei ein «Fünkchen Hoffnung, das wir am Glimmen halten wollen». Der Minister kündigte an, mit dem chinesischen Botschafter das weitere Vorgehen zu
besprechen.

Das Insolvenzverfahren für die Infineon-Tochter war am 1. April offiziell eröffnet worden. Fast 2500 Mitarbeiter aus München und Dresden wechselten in eine Transfergesellschaft, in der derzeit noch etwa 2000 Mitarbeiter sind. Etwa 260 Beschäftigte verblieben im Werk.
Zuletzt hatte Qimonda weltweit 8700 Menschen beschäftigt.

ddp/ror/ume

(Redaktion)


 


 

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