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GEMA im Kindergarten

Bayerns Kinder dürfen jetzt als erste „ungestraft“ Martinslieder singen

Was jedem Elternteil von Kleinkindern selbstverständlich als die Übermittlung von deutschem Kulturgut galt, hatte vor einigen Monaten bundesweit die Ordnungshüter des Urheberrechts auf den Plan gerufen. In Bayern konnte als erstem Bundesland jetzt eine Einigung erzielt werden.

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) hatte verfügt, dass „wer Liedtexte jüngeren Datums kopiert oder Kinder damit öffentlich auftreten lässt, muss Gebühren zahlen,“ so war in den Stuttgarter Nachrichten noch Anfang dieses Jahres zu lesen.

Demnach würden für bis zu 500 Kopien 56 Euro, bei 20000 Kopien 2224 Euro fällig. Darüber hinaus verlangte die Gema von den Erziehern auch einiges an Verwaltungsarbeit. Sie sollen jedes Lied aufschreiben, das sie mit den Kindern bei Aufführungen singen wollen. Um hier Klarheit für Bayerns Kindertagesstätten-Kinder zu schaffen, empfing Bayerns Familienstaatssekretär Markus Sackmann jetzt Dr. Uwe Brandl, Präsident des Bayerischen Gemeindetags und Bürgermeister von Abensberg, Rainer Knäusl, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bayerischen Städtetags, Johannes Reile, geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Landkreistags, sowie Georg Oeller, Vorstandmitglied der GEMA und Christian Krauß, Geschäftsführer der VG Musikedition zur Unterzeichnung des Pauschalvertrages für Liedkopien in Kindertageseinrichtungen im Familienministerium.

Interessen von Urhebern und Kommunen unter einen Hut gebracht

"Zusammen mit Vertretern der kommunalen Spitzenverbände konnte das Familienministerium mit der GEMA und der VG Musikedition einen Vertrag aushandeln, der sowohl den Interessen der Urheber als auch den Kommunen gerecht wird. Es handelt sich um einen Pauschalvertrag, der derzeit 8.429 Kindertageseinrichtungen im Freistaat Bayern das Recht einräumt, Noten und Liedtexte zu kopieren.", so Sackmann. "Ich freue mich, dass es uns als erstes Bundesland in Deutschland gelungen ist eine einvernehmliche und v. a. unbürokratische Lösung mit der GEMA und der VG Musikedition zu finden."

(Edda Nebel)


 


 

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