Sie sind hier: Startseite München Lokale Wirtschaft
Weitere Artikel
Klimawandel

Bald weniger Schnee und dann? Leitfaden zum Klimawandel für die Wirtschaft

Der Klimawandel ist Fakt: Trockenperioden und Überschwemmungen nehmen zu, die Erderwärmung ist messbar und der Meeresspiegel steigt. Während sich die Verhandlungen um ein weltweites Klimaschutzabkommen immer schwieriger gestalten, bereiten sich Unternehmen bereits auf die Folgen vor.

Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) und das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit haben jetzt die Ergebnisse des Projektes „Klimafolgen und Anpassungsstrategien“ in einem Leitfaden veröffentlicht.

Auf der Basis von vorhandenen Forschungsdaten, Workshops und Interviews mit Unternehmen zeigt er an konkreten Beispielen, welche Folgen der Klimawandel für Bayern hat und welche Chancen und Risiken sich daraus für die Wirtschaft ergeben. Die Studie konzentriert sich auf die drei besonders betroffenen Wirtschaftszweige Energie, Verkehr und Tourismus.

Energiewende und Klimaschutz kein Widerspruch

„Der Klimawandel ist auch in Bayern ein drängendes Problem. Besonders drastisch ist er in der sensiblen Alpenregion spürbar: Die Temperaturen sind dort in den letzten 100 Jahren doppelt so stark gestiegen wie im weltweiten Durchschnitt. Klimaschutz ist daher kein Selbstzweck, sondern sichert unsere ökonomischen und ökologischen Lebensgrundlagen", sagte Dr. Marcel Huber, Umweltminister. „Wir müssen an unseren ehrgeizigen Klimazielen festhalten, auch im Interesse nachfolgender Generationen. Dabei sind Energiewende und Klimaschutz kein Widerspruch: Mit dem konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien und der Senkung unseres eigenen Energieverbrauches können wir die Energiewende klimaverträglich gestalten. Gemeinsam müssen wir uns für eine Begrenzung des Klimawandels einsetzen - und uns auch an dessen Folgen anpassen."

Mit der jetzt vorliegenden Datenaufbereitung und Navigationshilfe, betonte Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des BIHK, „können die Unternehmen und Tourismusorganisationen selbst analysieren, in welchem Ausmaß ihre Geschäftsmodelle vom Klimawandel betroffen sind und erhalten Anregungen, wie sie darauf reagieren können“.

Mehr Kundschaft aus dem "heißen" Süden

So hat Bayern beispielsweise die Chance, diejenigen Tourismusgäste anzuziehen, die dem heißen Mittelmeerraum entfliehen wollen. Andererseits steige, so die Forschungsdaten, die Gefahr von Waldbränden. Wintersportler werden künftig Urlaubsorte oberhalb von 2000 Meter Höhe bevorzugen, um Schneesicherheit zu haben. „Das heißt, Tourismusgebiete und Hotels in niedrigen Skiregionen können bereits heute darüber nachdenken, mit welchen neuen Angeboten sie auf diesen Klimawandel reagieren“, so Driessen.

Auf sich allein gestellt, werden jedoch viele Betriebe überfordert sein, geeignete Maßnahmen voranzutreiben. Die bayerischen IHKs starten deshalb in der kommenden Woche eine Tour durch ganz Bayern, um Unternehmern, Gemeinden und Landratsämtern in zahlreichen Regionalkonferenzen die unterschiedlichen Auswirkungen des Klimawandels zu zeigen und die Unternehmen anhand von Praxisbeispielen zu motivieren, ihre eigene Situation zu analysieren.

Der Leitfaden „Folgen des Klimawandels“ ist ab sofort unter
www.muenchen.ihk.de, www.bihk.de und www.klima.bayern.de abrufbar.

(Redaktion)


 


 

Klimawandel
Energien
Klimaschutz
Folgen
Leitfaden Folgen
Tourismus

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Klimawandel" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: