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„Decke Pitter“ reist nach Bayern

Bayern sollen berühmten Kölner Dom-Klöppel richten

Am heutigen Montag tritt ein Urkölner eine Reise nach Bayern an: der unfreiwillig abtrünnig gewordene Klöppel des „decken Pitters“ wird zur Reparatur in die bayerische Fachschmiede nach Kempten transportiert. Die Glockensachverständigen von ProBell in Kempten untersuchen dort die Aufhängung, die sich am Dreikönigstag mitsamt des Klöppels aus der Petersglocke löste und hinabstürzte.

Wie auf koeln.de nachzulesen war, wurde in vergangenen Woche die etwa 1,2 Tonnen schwere Aufhängung des Klöppels aus der Glocke entnommen. Diese Arbeit erwies sich jedoch als gar nicht so einfach, denn die Mutter mit der enormen Schraubenweite von 31,5 Zentimetern ließ sich nur mit einem eigens konstruierten Schlag-Schlüssel lösen.

Die Aufhängung wird nun an der Fachhochschule Kempten von dem Materialwissenschaftler Dierk Hartmann untersucht. Hier wird entschieden, ob diese in Zukunft wiederverwendet werden kann oder ob es Umbaumaßnahmen geben muss. Am Klöppel selbst soll die Ursache für den Bruch endgültig geklärt werden.

„Musikalischen Fingerabdruck“ genommen

Die Untersuchungen sollen laut Michael Plitzner vom Europäischen Kompetenzzentrum für Glocken an der Fachhochschule bis Anfang April abgeschlossen sein. Plitzner war auch derjenige, der von der Petersglocke, dem "decken Pitter", Ende Januar das Klangbild nahm, den sogenannten musikalischen Fingerabdruck. Schließlich soll der decke Pitter anschließend genauso klingen wir vor seinem „Unfall“.

Profis in Sachen "dicke Glocken"

Den Zuschlag für das Schmieden des neuen Klöppels erhielt die Firma Edelstahl Rosswag in Pfinztal-Kleinsteinbach bei Karlsruhe. Der Termin werde nach Abschluss der Untersuchungen festgelegt. Jüngst wurde erst der neue Klöppel der "Pummerin" im Wiener Stephansdom nach der gleichen Methode berechnet und von Rosswag geschmiedet, so wie es beim Klöppel des "decken Pitters" der Fall sein wird. Um sich von der Qualität der Arbeiten einen Eindruck zu verschaffen, wir d Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner eigens aus diesem Anlass nach Wien reisen.

(Edda Nebel)


 


 

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