30.06.2011  14:33 Uhr

Flugreise
Was tun, wenn der Koffer nicht am Urlaubsziel ankommt?

München. Das wünscht man keinem: Man steht am Gepäckband und wartet – vergeblich. Der Koffer liegt nicht auf dem Förderband. Dabei hat man sich doch schon so lange auf einen entspannten Urlaub gefreut und sich auch gerade erst mit neuen Sommer-Klamotten eingedeckt.

Im vergangenen Jahr wurden weltweit mehr als 29 Millionen Gepäckstücke auf Flughäfen vermisst. Die Luftfahrtunternehmen kostet der Verlust von Gepäckstücken jedes Jahr fast drei Milliarden Dollar - auch weil Reisende Anspruch auf Entschädigung haben.

Was zu tun ist, wenn der Koffer nicht auftaucht

Kommt das eigene Gepäck nicht an der Ausgabe an, sollten sich Reisende direkt an die Gepäckermittlung, ihre Fluggesellschaft oder den Reiseveranstalter wenden. Von Vorteil hierbei ist, wenn das verlorene Gespäckstück genau beschrieben werden kann. Wichtig ist auch, eine formelle Verlustmeldung aufzugeben. Dem Reisenden steht eine Kopie davon zu. Pauschalreisende wenden sich am besten an den entsprechenden Reiseveranstalter.

Bei verspätetem Gepäck muss die Fluggesellschaft für Einkäufe am Urlaubsort aufkommen, die durch die Verspätung nötig werden. Dabei gilt das Prinzip der Schadensminderung. Passagiere sollten also zunächst nur das Nötigste und keine Luxusartikel einkaufen. Dafür können sie bei der Fluggesellschaft einen Vorschuss erfragen. Die Quittungen der gekauften Waren sollten die Kunden aufheben, um sie nachher vorlegen zu können.

Wenn das Gepäck gar nicht mehr auftaucht, gilt eine Grenze von rund 1100 Euro pro Reisendem. Als endgültig verschollen gelten Taschen und Koffer laut Verbraucherschützern nach etwa drei Wochen. Jede Airline geht mit diesem Malheur allerdings anders um.

Bei Pauschalreisen kann zusätzlich zur Entschädigung der Reisepreis gemindert werden.

Riskikoverminderung

Das Risiko des Kofferverlusts steigt je öfter während einer Flugreise die Maschine gewechselt wird. Auf Nonstop-Flügen geht so gut wie nie ein Koffer verloren.

Hilfreiche Tipps

  • Wenn es geht (und auch bezahlbar ist), sollte man möglichst nonstop von A nach B fliegen.
  • Das Gepäck sollte mit der Heimatadresse versehen werden.
  • Grundsätzlich sollten alle Wertsachen (Laptop, Handy, Dokumente, Kamera, Schmuck) im Handgepäck verstaut werden.
  • Wer auf seinem Flug ein paar Mal umsteigen muss, sollte auch nicht vergessen, die wichtigsten Toilettenartikel und Ersatzunterwäsche mit an Bord zu nehmen.

 

(Redaktion)

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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Alexander Hauk / pixelio.de



 


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