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Konzernergebnisse 2012

Reebok kostet adidas Rekordgewinn

adidas hatte sich für das Geschäftsjahr 2012 einen Rekordgewinn vorgenommen. Ein schlechteres Geschäft bei der US-Tochter Reebok hat dieses Vorhaben allerdings vereitelt. Aufgrund einer Wertminderung der Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 265 Millionen Euro sank der Nettogewinn beim Sportartikelhersteller um 14 Prozent auf 526 Millionen Euro. Ursprünglich hatten die Herzogenauracher einen Gewinn zwischen 770 und 785 Millionen Euro angepeilt.

Konzernvorstand Herbert Hainer zeigt sich dennoch zuversichtlich: „2012 war für den adidas-Konzern erneut ein erfolgreiches Jahr. Unsere Marken und Produkte standen im Mittelpunkt des Interesses, nicht nur durch unsere einzigartige Präsenz bei den sportlichen Großereignissen des Jahres. Es ist uns auch gelungen, wichtige Marktanteile hinzuzugewinnen.“ Die Wertminderung erklärte der Sportartikelhersteller indes mit „angepassten Wachstumsaussichten in Zusammenhang mit der Marke Reebok“. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2012 fiel dadurch sogar ein Verlust von 272 Millionen Euro an.

Im Gegensatz zum Gewinn entwickelte sich der Umsatz bei adidas äußerst positiv. Im Geschäftsjahr 2012 legte der Konzernumsatz aufgrund zweistelliger Zuwächse im Einzelhandelssegment und in den anderen Geschäftssegmenten währungsbereinigt um sechs Prozent zu. Währungseffekte wirkten sich zusätzlich positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus. Der Gesamtumsatz nahm 2012 um zwölf Prozent zu und erreichte 14,883 Milliarden Euro. Im Großhandelssegment stieg der währungsbereinigte Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um zwei Prozent.

Trotz der negativen Entwicklungen bei Reebok sind die Verantwortlichen bei adidas nicht an einem Verkauf der im Jahr 2006 erworbenen Fitness-Marke interessiert. „Es ist der sportliche Ehrgeiz dieses Managements, Reebok zu einem erfolgreichen Unternehmen zu machen. Warum sollte das nicht gelingen?“, so Hainer. Der Konzernchef sei sich sicher, dass der Fitness-Markt groß genug für eine weitere Marke sei und hohes Wachstumspotenzial berge. Die großen Marken deckten diesen Markt nicht ab.

adidas sei bestens aufgestellt, um im Jahr 2013 erneut Rekordumsätze zu erzielen, so Hainer. „Unsere Produkt-Pipeline ist voller innovativer Produkte, insbesondere in den Kategorien Running, Basketball, Fußball, Lifestyle, Fitness und Golf. Wir werden 2013 unsere operative Marge deutlich verbessern, was wiederum zu einem zweistelligen Gewinnwachstum führen wird.“

(FN)


 


 

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