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Korruptionsaffäre Siemens

Pierer und Kleinfeld offenbar bereit für Schadenersatzzahlungen

Die früheren Siemens-Chefs Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld wollen offenbar nur dann an das Unternehmen Schadenersatz für die Korruptionsaffäre zahlen, wenn sie keinen Bußgeldbescheid der Staatsanwälte erhalten. Das gehe aus dem Protokoll eines Treffens von Anwälten der Ex-Vorstände und des Konzerns hervor, das die "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstagausgabe) einsehen konnte.

Siemens und die Münchner Staatsanwaltschaft erörtern seit Monaten mit den Anwälten von Ex-Konzernchef Kleinfeld, dessen Vorgänger Pierer und acht weiteren Ex-Vorständen Konsequenzen aus dem Schmiergeldskandal, der den Konzern gut zwei Milliarden Euro gekostet hat. Eine Einigung sei nach Angaben aus dem Umfeld der ehemaligen Vorstände nicht in Sicht, schreibt die Zeitung.

Nun spitze sich die Lage aber zu. Bis Ende August sollen sich Kleinfeld, Pierer und Co. zur Zahlung bereit erklären. Sonst will der Konzern Schadenersatzklagen erheben. Siemens verlangt von Pierer sechs Millionen Euro. Die anderen Ex-Vorstände sollen ebenfalls Millionenbeträge überweisen. Unter der Voraussetzung, dass die anhängigen Bußgeldverfahren eingestellt werden und Pierer und Co. von Strafzahlungen an die Justiz verschont bleiben, wären mehrere frühere Manager dem Bericht zufolge bereit, Schadenersatz an Siemens zu zahlen. Allerdings müssten die Millionenforderungen reduziert und weitere Zugeständnisse gemacht werden. In Siemens-Kreisen werde dies aber laut Zeitung als "abwegig" bezeichnet. Man könne nicht auf die Staatsanwaltschaft einwirken.

(Redaktion)


 


 

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