16.01.2012  09:47 Uhr

Jobs 2.0
Wie individuelle Kreativität für Arbeitsplätze sorgen kann

SaarLorLux. In immer mehr Branchen sind sie unverzichtbar - kreative Köpfe, deren Ideen bei der Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen helfen. Kein Arbeitgeber bestreitet dies. Kommt es jedoch zu Stellenausschreibungen und Bewerbungsgesprächen, sieht die Realität leider oft noch anders aus.

Das zählt in Wirklichkeit heute: Ein klares Anforderungsprofil muss erfüllt werden, optimale Referenzen oder ein bemerkenswerter Hochschulabschluss spielen auf den ersten Blick eine viel wichtigere Rolle als Individualität und Kreativität. Dabei liegt gerade in vielen Einzelpersonen das Potenzial, dem eigenen Unternehmen als Querdenker neue Impulse zu geben.

Das Internet als Motor für Innovationen

Zweifelsohne hat die flächendeckende Ausbreitung des Internets nicht alleine unsere Freiheit und gegenseitige Kommunikation beeinflusst, sondern auch das Berufsleben nachhaltig verändert. Handelsplattformen sind ebenso wie soziale Dienstleister aller Art überhaupt erst durch das Internet entstanden und bieten heute von Einzelpersonen bis zu Großunternehmen eine Vielzahl unverzichtbarer Arbeitsplätze.

Das Outsourcing der klassischen Produktion, das in den 1990er Jahren bereits extensiv betrieben wurde, hat längst auch den Dienstleistungssektor erreicht und begünstigt die Entwicklung von Home-Offices und freiberuflichen Tätigkeiten. Arbeitgeber tun daher gut daran, sich diesen Entwicklungen nicht zu verschließen und für Anstellungsverhältnisse oder ein dauerhaftes Mitarbeiten am eigenen Unternehmen offen zu sein, selbst wenn dies nicht zu einem klassischen Beschäftigungsverhältnis führt.

Als kreativer Mensch die Lebensführung neu gestalten

Kreative und außergewöhnliche Menschen, die gerne beruflich gegen den Strom schwimmen und neue Wege gehen möchten, führen dies meist auch im Privatleben fort.

Gerade bei ihnen nimmt das Familienleben, die Freizeit und die allgemeine Selbstverwirklichung einen Lebensstandard ein, der so nur kaum mit einem klassischen Anstellungsverhältnis in der freien Wirtschaft zu vereinbaren ist. Eine derartige Einstellung mag konservative Arbeitgeber eher verstören, die einen stetigen Einsatz für das eigene Unternehmen verlangen.

Von der Kehrseite lässt sich jedoch noch stärker profitieren: Ein freier und kreativer Mensch wird eher in der Lage sein, neue Ideen nach seiner individuellen Arbeitsweise hervorzubringen als ein Angestellter, der in einem festen Zeitplan gefangen wie auf Knopfdruck seine Aufgaben zu erfüllen hat.

Der Einfluss neuer Medien und sozialer Netzwerke

Die Möglichkeiten, die sich heutzutage für Menschen in der Kommunikation und Kooperation mit anderen auf beruflicher und privater Ebene ergeben, sind vor einigen Jahrzehnten kaum abschätzbar gewesen. In dieser Vernetzung liegt ein Potenzial, das junge Start-Ups längst als Selbstverständlichkeit betrachten und das sich vor allem im Marketing in immer neuen Wegen und Ideen äußert.

Eine Vielzahl an Menschen und Zielgruppen zu erreichen, setzt heute kaum mehr voraus als einen Computer und eine zündende Idee – alles weitere lässt sich auf eigene Faust oder in Zusammenarbeit mit entsprechenden Dienstleistern erledigen. Die Entfaltung dieses Potenzials bleibt dabei meist bei einer oder wenigen Personen haften, auch wenn größere Firmen aller Branchen vom Wissen und der immer wieder sprudelnden Kreativität derartiger Menschen profitieren könnten.

Die Öffnung hin zu solchen Formen des alternativen Arbeitens wird für kleine wie größere Arbeitgeber auf lange Sicht also nicht ausbleiben dürfen, um sich weiterhin in ansprechender Weise auf dem deutschen oder weltweiten Markt präsentieren zu können.

Grundqualifikationen und Stärken erkennen und ausbauen

Natürlich dürfte noch in einigen Jahrzehnten das Hochschulzeugnis oder ein lückenloser Lebenslauf unabdingbar sein, wenn es zur Anstellung oder zur Mitarbeit von Arbeitskräften kommt. Derartige Dokumente geben zweifelsohne einen ausführlichen Einblick in viele Fähigkeiten, die ein potenzieller Arbeitnehmer mitzubringen hat - jedoch bei weitem nicht in sein gesamtes Potenzial.

Egal, ob durch einzelne Arbeitgeber forciert oder durch das Festhalten etablierter Strukturen verhindert - die Entwicklung eines neuen Arbeitsumfeldes wird mit dem Siegeszug des Internets kaum zu verhindern sein. Eine neue Generation von Arbeitskräften, die freier, kreativer und mobiler durch ihr Leben gehen möchte, wird so zu einer unschätzbaren Klientel moderner Arbeitgeber.

Redaktionelle Mitarbeit: www.12designer.com/de


 

(Redaktion)

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Bild Nr. 1 © olly / Fotolia


 


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