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Kurznachrichtendienst

Wissenschaftler der TU München nutzen Twitter für Börsen-Prognose

Wirtschaftswissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) nutzen den Kurznachrichtendienst Twitter zur Vorhersage von Börsenkursen.

Die Forscher hätten eine Webseite zur Voraussage aller im Aktienindex S&P 500 gelisteten Aktien entwickelt, teilte die TUM am Montag mit. Dazu werteten die Ökonomen täglich Tausende Kurznachrichten des sozialen Netzwerks Twitter aus.

Grundlage für das Prognosemodell sei eine Studie gewesen, in der die Wissenschaftler zeigten, dass sich das Stimmungsprofil von Twittermeldungen ähnlich dem Aktienkurs entwickelt. Für die Studie hatten die Münchner Ökonomen eigenen Angaben zufolge 250.000 Twittermeldungen ausgewertet. Sie errechneten, dass ein Investor, der sich im ersten Halbjahr 2010 bei seinen Aktienkäufen an den Twitter-Stimmungsprofilen orientiert hätte, auf eine durchschnittliche Rendite von bis zu 15 Prozent gekommen wäre.

Wirtschaftswissenschaftler Timm Sprenger erklärte: "Wenn ein Twitter-Nutzer häufig gute Aktienempfehlungen gibt, hat er in der Regel mehr Anhänger oder 'follower' und wird auch öfter 'retweeted', das heißt von anderen Nutzern zitiert. Damit werden Tweets mit guten Empfehlungen bekräftigt und erhalten in der Gesamtanalyse ein stärkeres Gewicht."

(dapd-bay Anna Ringle-Brändli)


 


 

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