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Landgericht München

Verhandlung Lehmann gegen Wiese auf Juli verschoben

Die Schmerzensgeldklage von Jens Lehmann gegen seinen Torhüterkollegen Tim Wiese wird erst im Juli vor Gericht verhandelt. Die für den heutigen Donnerstag (7. April) angesetzte Verhandlung sei auf den 14. Juli verlegt worden, weil der Anwalt Lehmanns verhindert sei, teilte das Landgericht München II am Mittwoch mit.

Das Gericht habe das persönliche Erscheinen der beiden Sportler zu diesem Termin angeordnet. Ex-Nationaltorwart Lehmann hat den Torhüter von Werder Bremen auf 20.000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Es geht laut Gericht um eine Äußerung Wieses, die Lehmann als schwerwiegende Verletzung seines Persönlichkeitsrechts sieht.

Dem Verfahren zugrunde liegen zwei Medienauftritte der Sportler im September 2010. Wiese spielte mit seiner Mannschaft Werder Bremen gegen das englische Fußballteam der Tottenham Hotspurs, Lehmann kommentierte als Experte für einen Sportsender die Leistung des Bremer Torhüters. Dabei soll er gesagt haben: "Wenn er einen Schritt rausgeht, kann er den Ball abfangen. Er hätte sich nicht an den Pfosten klammern, sondern mutiger spielen sollen. Er kann es auf jeden Fall besser machen."

Wiese war nach dem Spiel von Reportern mit dieser Aussage konfrontiert worden und sagte dazu laut Angaben: "Der Lehmann soll in die Muppet-Show gehen. Der Mann gehört auf die Couch. Vielleicht wird ihm da geholfen. Einweisen - am besten in die Geschlossene!"

(Landgericht München II / Aktenzeichen 8 O 127/11).

(dapd-bay Anna Ringle-Brändli)


 


 

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