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Kids-TV

Kinderfernsehen – von Schlau-TV bis Lebenshilfe

An erster Stelle steht bei den Kindern das Bedürfnis nach Unterhaltung, Wissensvermittlung und Orientierungshilfe. Wenn dann auch noch ein entsprechend cooler Held zum immer gleichen Termin das Vorabendprogramm gestaltet, könnte dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein.

Natürlich haben Jungs und Mädchen durchaus unterschiedliche Vorlieben. Jungen sind vorrangig an Programmen wie Actionfilme, Western, Sachfilmen und Sport interessiert. Mädchen bevorzugen dagegen Unterhaltungssendungen, Familienserien und Musiksendungen.

Kinder lieben Serien

Gemeinsam haben sie jedoch den Wunsch nach Verlässlichkeit, Planbarkeit und Regelmäßigkeit ihrer Lieblingssendungen. Kinder wollen ihre Serien zu ihren gewohnten Zeiten sehen und wollen sich darauf verlassen können, dass ihre Sendungen zu den angekündigten Zeiten im Programm laufen. Gleichzeitig wollen die jungen Zuschauer ihre bekannten Akteure sehen. Dies zeigt sich auch bei ihren Vorlieben, Kinder lieben Serien.

Fernsehen lernen

Wie die Fernsehanbieter ihr Angebot in drei Altersklassen (Vorschule, Grundschule, weiterführende Schule – bis 12 Jahre) aufteilen, ist den Entwicklungsstufen der Kinder und den daraus resultierenden Fernsehgewohnheiten angepasst. Erst im Laufe der Kindheit wächst das Fernsehverständnis der Kinder.

Die Vorschulkinder sind Fernsehanfänger, die die Fernsehangebote aus einem ichbezogenen Blickwinkel betrachten. Dinge, die sie kennen, nehmen sie aufmerksam auf, soziale Beziehungen sehen sie allerdings nur aus ihrer Sicht. Aufgrund ihres geringen Fernsehverständnisses können Kinder im Vorschulalter noch nicht eindeutig zwischen Realität und Fiktion unterscheiden und verschiedene Genres erkennen. Oftmals realisieren sie nur einzelne Szenen und konzentrieren sich auf zentrale Personen.

Der Grundstein für Identifikation

Kinder im Grundschulalter können bereits zwischen Fiktion und Realität
differenzieren. Sie erfassen logische Verknüpfungen und können Handlungsfolgen voraussehen. Ebenso können die Kinder sich in andere Personen hineinversetzen und sich selbst aus der Sicht eines anderen sehen. In dieser Zeit beginnen die Kinder auch Sendungen nach ästhetischen Kriterien zu beurteilen. Sie bevorzugen alltagsnahe Angebote.

Fernsehen als Lebenshilfe

Das Fernsehverständnis der älteren Kinder nähert sich an das der Erwachsenen an. Komplexe Inhalte können Kinder ab etwa elf Jahren besser verstehen, logisches Denken ist bei ihnen weitgehend entwickelt. Sie können sich in verschiedene Personen hineinversetzen und Sichtweisen verbinden. Zentral sind für Kinder in diesem Alter der Realitätsbezug und die Orientierungsfunktion der Fernsehangebote. Sie interessieren sich nun auch für Angebote, die die verschiedenen Geschlechterrollen und – beziehungen thematisieren.

Überforderung vermeiden

Ein volles Fernsehverständnis wird erst mit Beginn des Jugendalters erreicht. Sendungen sollten also der angegebenen Zielgruppe entsprechen. Im Hinblick auf das Gesamtangebot des Kinderfernsehens sollte dieses alle Altersklassen berücksichtigen, sodass jede Altersklasse bei der Programmauswahl Beachtung findet. Für die Kindersender bedeutet Qualität in diesem Zusammenhang, zu einer Zeit, in der vorrangig jüngere Kinder vor dem Fernseher sitzen, etwas auszustrahlen, womit sie in ihrem Alter nicht überfordert werden oder was ihnen Angst einjagen könnte.

Schlau-TV

Wissensvermittlung durch das Fernsehen ist gleichzeitig auch ein  grundlegendes Bedürfnis der Kinder. Kinder wünschen sich in den Fernsehangeboten nicht nur eine Form der Wissensvermittlung, sondern sie suchen auch nach Orientierung. Das jeweilige Angebot sollte den jungen Zuschauern Lösungsansätze für ihre Alltagssituationen zeigen. Dies können beispielweise Antworten auf Fragen, wie ‚Wie verhalten sich Personen in Konflikten?‘ oder ‚Was tut man in einer brenzligen Situation?‘ sein.

(Dana Breidenbach)


 


 

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