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Quartalsbericht

Linde nach erfolgreichem Jahresauftakt optimistisch

Der Gase- und Anlagenbaukonzern Linde hat im ersten Quartal bei Umsatz und Ergebnis deutlich zugelegt und sich optimistisch für die weitere Entwicklung gezeigt.

Es gehe "langsam wieder aufwärts, wenngleich die Krise mit all ihren Verwerfungen noch längst nicht ausgestanden ist", sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Reitzle am Dienstag auf der Hauptversammlung in München. Der Kurs der im deutschen Leitindex DAX notierten Linde-Aktie gab trotz der guten Zahlen deutlich nach.

Im ersten Quartal stieg der Konzernumsatz gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 7,4 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, wie Linde
mitteilte. Das operative Konzernergebnis ( Ebitda ) habe um 19,1 Prozent auf 641 Millionen Euro zugelegt. Nach Steuern und Anteilen verdiente der DAX-Konzern den Angaben zufolge 198 Millionen Euro, nach 115 Millionen Euro im Vorjahr.

Die Zahlen lagen über den Schätzungen von Analysten. Reitzle
sagte: "Es sieht so aus, als hätten wir das Gröbste bewältigt.
Insbesondere zum Ende des ersten Quartals haben wir eine deutliche
Belebung der Nachfrage verspürt". Die Prognose für das Gesamtjahr
bestätigte der Konzern. Sowohl der Konzernumsatz als auch das
operative Konzernergebnis sollen verbessert werden.

Im größten Konzernbereich Gase habe sich der Markt weiter
stabilisiert, erklärte das Unternehmen. Dazu beigetragen habe vor allem eine steigende Nachfrage in aufstrebenden Volkswirtschaften. In der Sparte Anlagenbau sei der Umsatz im ersten Quartal leicht rückläufig gewesen.

Im internationalen Großanlagenbau hat Linde den Angaben zufolge im
ersten Quartal ein leichtes Anziehen der Nachfrage in den vier großen
Geschäftsfeldern Olefin-, Erdgas-, Luftzerlegungs- sowie Wasserstoff-
und Synthesegas-Anlagen festgestellt. Das habe sich positiv auf den
Auftragseingang ausgewirkt, hieß es.

Am Mittwochmorgen hatte Linde mitgeteilt, zwei Großaufträge für den Bau von Luftzerlegungsanlagen erhalten zu haben. Eine werde für den Stahlkonzern Arcelor Mittal in Kasachstan errichtet, die andere werde für den Stahlkonzern ThyssenKrupp Steel Europe an dessen größtem Produktionsstandort in Duisburg gebaut. Die Investitionen für die neuen Anlagen betrügen 95 beziehungsweise 75 Millionen Euro.

Analysten der WestLB sprachen in ersten Einschätzungen von sehr
soliden Zahlen, die allerdings keine große Überraschung darstellten.
Beobachter von der BHF-Bank bezeichneten die Zahlen als leicht besser als erwartet. In einem schwachen DAX verlor die Linde-Aktie bis 15.00 Uhr knapp vier Prozent auf 88,12 Euro.

"Der Kurs hat die positive Entwicklung bereits vorweggenommen", sagte Heino Ruland von Ruland Research mit Blick auf die Linde-Aktie. Linde seien auf dem derzeitigen Niveau überbewertet, sagte der Analyst und empfahl Anlegern, Gewinne mitzunehmen.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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