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Linsenraster-Technologie

Spezialfolie macht aus iPhone 5 und iPad ein 3D-Gerät

Forscher in Singapur haben eine nanostrukturierte Kunststofffolie entwickelt, die Smartphone-Displays einfach und ohne Spezialbrille 3D-fähig macht. Eigentlich eine bekannte Technologie, die schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts besteht.

Dazu setzt die von Temasek Polytechnic  und dem Institute of Materials Research and Engineering (IMRE) entwickelte Schutzfolie auf die seit einem Jahrhundert bekannte Linsenraster-Technik. Das verspricht gegenüber früheren 3D-Handys den Vorteil, dass die 3D-Darstellung sowohl bei Quer- als auch Hochformat-Ausrichtung des Displays funktioniert.

Vermarktet wird die Entwicklung von dem Start-up Nanoveu unter dem Namen "EyeFly3D". Passend zur Folie hat das Team auch Apps für iOS und Android entwickelt, um die 3D-Wiedergabe auf entsprechenden Smartphones zu ermöglichen. Ob die Entwicklung im Gegensatz zu bisherigen 3D-Smartphones zum Renner wird, bleibt abzuwarten.

Alter Trick in neuem Gewand

Die Linsenraster-Technik wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom französischen Physiker Gabriel Lippmann vorgeschlagen und ist bei 3D-Wackelbildern zur breiten Anwendung gelangt. Die Singapurer bedienen sich nun einer modernen, nanotechnologischen Umsetzung des Prinzips, bei der in einer Smartphone-Schutzfolie laut Nanoveu über eine halbe Mio. winzige Linsen stecken. Den Machern zufolge sorgen diese für einen bisher unvergleichlichen, verzerrungsfreien 3D-Effekt. Zudem werde die Bildschirmhelligkeit nicht vermindert, was ein Vorteil gegenüber anderen Folienansätzen sei.

Dazu kommt, dass bisherige Folien oft die Parallaxenschranken-Technologie, die beispielsweise auch in Nintendos 3DS und 3D-Smartphones wie dem LG Optimus 3D zum Einsatz kommt, nutzen. Damit funktioniert die 3D-Anzeige aber nur, wenn das Display korrekt ausgerichtet ist - bei den beiden genannten Geräten nur im Querformat. Mit der Linsenraster-Folie dagegen können User ihr Gerät drehen, wie sie wollen - die 3D-Darstellung klappt trotzdem.

Content als Hürde

Interessenten können EyeFly3D jetzt zunächst für iPhone 5 und iPod Touch online zum Preis von 35 Dollar vorbestellen. Zum eigentlichen Start im Mai soll es dann auch die passenden Apps geben, um Inhalte wirklich sinnvoll in 3D darstellen zu können. Dem IMRE zufolge wird es damit auch möglich sein, normale Handy-Fotos in 3D umzuwandeln. Außerdem ist ein Software-Entwicklerkit geplant, mit dem Spieleentwickler ihre Games in 3D-Versionen umwandeln können.

Dass die EyeFly3D-Macher so für mehr 3D-Inhalte sorgen wollen, ist eine gute Idee. Denn allein auf Content von Drittanbietern sollten sie sich nicht unbedingt verlassen, wenn sie Kunden für die Linsenraster-Folie begeistern wollen. "Es gibt für 3D derzeit einfach keinen Markt", meint Taga. Beispielsweise hätten TV-Sender derzeit sehr wenig Interesse daran, wirklich 3D-Content zu produzieren. Solange es aufgrund der Zurückhaltung der Industrie kaum passende Inhalte gibt, werde es für jede 3D-Technologie schwer, wirklich Erfolg zu haben - egal, wie günstig oder einfach sie sein mag.

Quelle: Pressetext.com

(Redaktion)


 


 

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