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Home, sweet home?

Internationale Studie des Karrieredienstes Experteer zeigt: 93 Prozent der Führungskräfte in Deutschland bleiben bei einem Stellenwechsel im Land

Die Auswanderungsquote der Führungskräfte in Deutschland ist gering. Lediglich sieben Prozent wagten im letzten Jahr den Schritt ins Ausland für die Karriere. Das Verhältnis des Netto-Talente-Import ist im Vergleich zum Netto-Talente-Export relativ ausgeglichen. Die Gruppe der nach Deutschland zuziehenden Spitzenkräfte war nur um sechs Prozent größer, als die der Auswanderer. Dies besagt eine internationale Studie des Karrieredienstes Experteer ( www.Experteer.de ) in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut OMIS Research , bei der das Migrationsverhalten von mehr als 20.800 Führungskräften während eines Jahres anonym ausgewertet wurde.

Trend zur Heimkehr

Dass der deutsche Top Manager Christoph Franz nach fünf Jahren an der Swizz Spitze als Lufthansa Vize nach Deutschland zurück kam, hatte sicher ganz spezielle Gründe, er steht aber repräsentativ für zahlreiche deutsche Heimkehrer im Krisenjahr. Im Analysezeitraum folgten viele Expats dem Ruf der Heimat und kehrten nach Deutschland zurück: 47 Prozent aller Spitzenkräfte, die nach Deutschland einwanderten, besitzen einen deutschen Pass und stellen damit den Großteil der einwandernden Führungskräfte im Analysezeitraum.

Wenig Bewegung bei deutschen Managern

Während der Erhebung verließen nur sieben Prozent der deutschen Manager ihr Land in Richtung Ausland, ein sehr niedriger Wert, verglichen mit knapp 17 Prozent im Europaschnitt. "Es wird spannend, ob sich der Heimkehrertrend und die recht geringe Abwanderung in Managerkreisen wieder umkehrt, sobald die Wirtschaftskrise endgültig überwunden ist", so Dr. Christian Göttsch, Geschäftsführer von Experteer.

Schweiz bleibt das beliebteste Ziel für deutsche Manager

Eindeutig bleibt die Schweiz das beliebteste Auswanderungsziel der deutschen Spitzenkräfte. 26 Prozent der Karriereauswanderer zog es während der Erhebung in das Alpenland. Danach folgen mit weitem Abstand Großbritannien mit acht sowie die USA und Österreich mit etwa sieben Prozent. "Auf diese vier Länder verteilen sich knapp die Hälfte der deutschen Karriereauswanderer. Wichtiger Faktor bei der Wahl des Auslandsaufenthalts ist demnach offenbar die deutsche oder englische Landessprache ", so Dr. Christian Göttsch, Geschäftsführer von Experteer.

Wirft man einen Blick auf die Einwanderer, so ergibt sich auf den ersten Plätzen die genau gleiche Reihenfolge, sie kommen mit gut 13 Prozent aus der Schweiz, gefolgt von gut zehn aus den USA und über acht Prozent aus Großbritannien.

Auswanderer primär aus der Old Economy

Nicht nur deutsche Autos, auch die Spitzenkräfte aus der deutschen Automobilindustrie sind mit einem Anteil von 36 Prozent im Europavergleich der Exportschlager. Weitere Industriezweige, in denen überdurchschnittlich viele Deutsche im Ausland Karriere machen, sind mit knapp 30 Prozent die Elektroindustrie sowie mit knapp 27 Prozent die Experten aus dem Maschinenbau. Die Spitzenkräfte aus den traditionellen Branchen machen also das Rennen.

Doktortitel als Eintrittskarte?

Die Studie zeigt weiterhin, dass Deutschland überdurchschnittlich viele Führungskräfte mit Doktortitel sowie langjähriger Berufserfahrung von über fünf Jahren anzieht, die meist vorher als Abteilungsleiter, Manager oder Geschäftsführer im Mittelstand tätig waren. Nicht allzu verwunderlich, denn gerade in diesem Karrieresegment zahlt Deutschland zusammen mit der Schweiz im Europavergleich auch die höchsten Gehälter.

(Redaktion)


 


 

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