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Lufthansa-Streik

Bahn und Autovermieter stellen sich auf Ansturm ein

Die Lufthansa-Flugbegleiter bleiben am Boden, und mit ihnen zahlreiche Flugzeuge an den Flughäfen Köln-Bonn und Düsseldorf. Was für die Kranich-Airline nach eigenen Angaben zum Millionen-Fiasko werden kann, könnte sich für Bahn und Autoverleiher zum Geschäft entwickeln.

Nach derzeitigem Stand fallen in Düsseldorf wohl über 140 Lufthansa-Flüge am Freitag wegen des Streiks aus. In Köln-Bonn sind es 17. Betroffen sind dort Kurzstrecken-Flüge nach Hamburg, Berlin und München. Laut Deutscher Flugsiche- rung kann es sogar nicht ausgeschlossen werden, dass vorübergehende Landeverbote ausgesprochen werden. Das Problem: Lufthansa-Maschinen, die nicht abheben, blockieren die Parkplätze an den Flughäfen. Viele von denen, die nicht abheben können, müssen wohl oder übel auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Es droht ein Chaos auf den Straßen und Schienen rund um die beiden Metropolen Köln und Düsseldorf.

Bahn erwartet Ansturm von tausenden Reisenden

„Bundesweit rechnen wir mit 10 000 Reisenden mehr“, so ein Bahn-Sprecher gegenüber business-on. „Wir werden die Entwicklung beobachten und bei Bedarf mehr Züge und Personal einsetzen.“ Größere Verspätungen erwarte man nicht. Für die Kunden, die innerhalb Deutschlands auf Reisen sind, hatte die Lufthansa bereits frühzeitig reagiert und mit der Bahn das Kooperations- angebot „Good for train“ abgeschlossen.

Flugticket gilt als Reisegutschein

Passagiere des innerdeutschen Flugverkehrs können ihr elektronisches Ticket (etix) für die eingetragene Strecke online über die Lufthansa-Internetseite, am Check-In-Automaten oder Lufthansa-Schalter in einen Reisegutschein (Voucher) für die Deutsche Bahn umwandeln lassen. Die ausgegebenen Voucher berechtigen Fluggäste bei innerdeutschen Verbindungen zum direkten Einstieg in den Zug. Für Fernreisen empfiehlt die Bahn eine Sitzplatzreservierung.

Autovermieter sind gewappnet

Auch auf die Autovermieter an den Flughäfen Köln-Bonn und Düsseldorf könnte mehr Arbeit zukommen. Man bereite sich auf eine erhöhte Nachfrage ein, so ein Sixt-Sprecher. Beim Autovermieter Hertz sieht man sich gerüstet. „Wir müssen keine Fahrzeuge aufstocken“, sagte eine Sprecherin. „Wenn nötig könnten wir aber reagieren. Wir haben ausreichen Fahrzeuge für den Ernstfall.“

Das Lufthansa-Flugpersonal kämpft nicht nur um eine Erhöhung der Entgelte um fünf Prozent. Auch der Kampf gegen Leiharbeit und die Auslagerung von Jobs in Tochtergesellschaften steht ganz oben auf der Agenda. Bislang hat die Lufthansa 3,5 Prozent mehr Gehalt geboten - allerdings auch Einschnitte bei Einstiegsgehältern und Urlaubstagen gefordert.

(Dennis Sohner)


 


 

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