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Markenverband

Wie viel Macht hat das „Private-Lable“?

Das EU-Parlament die Auswirkungen von Handelskonzentration, Nachfragemacht sowie von Handelsmarken/Private Labels und die damit einhergehende Einschränkung der Auswahlmöglichkeiten für Verbraucher als Herausforderung klar benannt. Zu Recht, wie jetzt auch vom Deutschen Markenverband erklärt wurde.

„Eine offene und ergebnisorientierte Debatte wie in Europa, die unfaire Geschäftspraktiken in den Beziehungen zwischen Handel und Lieferanten als gegeben anerkennt, sollte nun auch in Deutschland geführt werden“, so Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes zu der heutigen Annahme des Berichts `Mehr Effizienz und Fairness auf dem Einzelhandelsmarkt´ im Europäischen Parlament. Er ergänzt: „Der gewählte Kurs des Regulierungsverzichtes hat Vorbildcharakter, auch für einen konstruktiven und fairen Dialog in Deutschland.“

Gegen unfairen Wettbewerb

Das EU-Parlament verlangt in seinem Bericht zur Abhilfe gegen unfairen Wettbewerb und unlautere Praktiken, der unter Federführung der konservativen Abgeordneten Anna Maria Corazza-Bildt erstellt wurde, nicht nur eine wirksame Durchsetzung bestehender Vorschriften. Ausdrücklich sind Handel und Industrie zu einem konstruktiven Dialog und zur Selbstregulierung aufgerufen. „Die Vorschläge aus Brüssel könnten auch in Berlin neue Wege öffnen. Die Markenwirtschaft steht für einen offenen, fairen und nachhaltigen Dialog bereit und hofft, für die im Bericht angesprochenen Themen einen ernsthaften Gesprächspartner zu finden“, ergänzt Köhler.

Es geht insbesondere um Lebensmittel

Im Sommer 2010 hatte die EU-Kommission erstmals einen umfangreichen Bericht über den Binnenmarkt in Handel und Vertrieb vorgelegt. Über Ergebnisse sowie Schlussfolgerungen und konkrete Lösungsmöglichkeiten wird seitdem im „Hochrangigen Forum für die Funktionsweise der Lebensmittelversorgungskette“ und in einer „Expertenplattform für Vertragspraktiken im Geschäftsverkehr“ beraten. Weitere Berichte der EU-Kommission sind vorgesehen. Vor diesem Hintergrund hatte das EU-Parlament seit Herbst 2010 an seiner nicht-legislativen Stellungnahme gearbeitet, die heute verabschiedet wurde.

Der 1903 in Berlin gegründete Verband ist die Spitzenorganisation der deutschen Markenwirtschaft. Die Mitglieder stehen für einen Markenumsatz im Konsumgüterbereich von über 300 Mrd. Euro und im Dienstleistungsbereich von ca. 200 Mrd. Euro in Deutschland. Der Markenverband ist damit der größte Verband dieser Art in Europa. Die Mitgliedsunternehmen stammen u. a. aus den Bereichen Nahrungs- und Genussmittel, Mode und Textil, pharmazeutische Produkte sowie Telekommunikation. Zu den Mitgliedern zählen Beiersdorf, Hugo Boss, Coca-Cola, Deutsche Bank, Deutsche Post , Falke, Miele, Nestlé, Procter & Gamble, Dr. Oetker, Volkswagen und viele andere renommierte Firmen.

(Redaktion)


 


 

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