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Erzieherinnen im Streik

Mehr als 3000 Erzieherinnen in Bayern im Streik - Arbeitskampf wird Dienstag fortgesetzt - Vor allem München und Nürnberg betroffen

Erzieherinnen von Kindertagesstätten haben ihren Streik für bessere Arbeitsbedingungen ausgeweitet. In Bayern legten am Montag mehr als 3000 Mitarbeiter die Arbeit nieder, wie ein ver.di-Sprecher in München sagte.

Erzieherinnen von Kindertagesstätten haben ihren Streik für bessere Arbeitsbedingungen ausgeweitet. In Bayern legten am Montag mehr als 3000 Mitarbeiter die Arbeit nieder, wie ein ver.di-Sprecher in München sagte. Betroffen waren den Angaben zufolge mehr als 550 Einrichtungen, vor allem in München und Nürnberg.

Bundesweit nahmen 15 000 Erzieher und Sozialarbeiter an den Arbeitskampfmaßnahmen teil, wie eine ver.di-Sprecherin in Berlin sagte. Schwerpunkte waren neben Bayern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen. Doch auch in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und im Saarland blieben zahlreiche Kitas, Jugendhilfeeinrichtungen und Sozialdienststellen geschlossen. Die Streiks, die vergangenen Freitag begonnen wurden, sollen am Dienstag fortgesetzt werden.

"Noch immer haben die kommunalen Arbeitgeber keine Bereitschaft signalisiert, ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen, das die Gesundheit und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verbessern würde", kritisierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Achim Meerkamp. Die Gewerkschaft plane daher bereits weitere Arbeitsniederlegungen für den kommenden Dienstag (26. Mai). Dann würde auch in den neuen Bundesländern zu Streiks aufgerufen.

Ein Angebot der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über Entgeltbedingungen lehnte die Gewerkschaft GEW unterdessen ab. Die VKA hätte Gehaltssteigerungen von bis zu 230 Euro vorgesehen. Allerdings würde dieses Angebot nur für Erzieher mit mehr als 15 Berufsjahren gelten und betreffe daher nur eine Minderheit der bundesweit rund 220 000 Beschäftigten. Die GEW bezeichnete das Angebot als "unseriöse Augenwischerei" und forderte stattdessen eine Eingruppierung aller Erzieher in eine höhere Entgeltgruppe. Dies bedeute eine Steigerung des Einstiegsgehalts um 315 Euro.

(Redaktion)


 


 

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