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Halbzeitbilanz

Mehr Gäste und mehr Bierkonsum auf der Wiesn

Acht Tage nach dem Anstich haben die Veranstalter des Oktoberfests ein weitgehend positives Resümee der ersten Hälfte gezogen. Nach Schätzungen der Festleitung kamen mit 3,3 Millionen Besuchern 100 000 Gäste mehr als im Vorjahr.

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl führten dies vor allem auf das sonnige Herbstwetter zurück. Dadurch seien gerade die Biergärten vor den Zelten besonders attraktiv gewesen.



Die Polizei war ebenfalls mit der Halbzeitbilanz zufrieden. Die Sanitäter hatten mehr zu tun als im Vorjahr.

Beim Bierkonsum waren keine Auswirkungen der Wirtschaftskrise bemerkbar. In den ersten acht Festtagen wurden 200 000 Maß Bier mehr
verkauft als im Jahr 2008. Der Konsum von alkoholfreien Getränken stieg um 15 Prozent an. Auch der Diebstahl von Maßkrügen hat Konjunktur. Waren es 2008 in der ersten Festwoche 65 000 Krüge, die die Ordner einsammelten, so fanden sie bei Kontrollen in diesem Jahr bereits 77 000 geklaute Maßkrüge.

Oberbürgermeister Ude zeigte sich erfreut darüber, dass das Oktoberfest sehr entspannt und friedlich begonnen habe. Bislang sei die Wiesn von keinem schlimmen Ereignis überschattet. Wie die Polizei mitteilte, gingen die Einsätze in den Zelten um 30 Prozent zurück, außerhalb der Zelte verzeichneten die Beamten aber 25 Prozent mehr Einsätze. Die angezeigten Straftaten gingen um 16 Prozent zurück. Insgesamt zählte die Polizei 18 Maßkrugschlägereien.

Die milden Temperaturen, die auch für die zweite Wiesn-Woche
vorhergesagt sind, kamen jedoch nicht jedem Schausteller zugute. Laut
Weishäupl wurden weniger heiße Wiesn-Schmankerl wie Würstl oder
Schweinshaxen verkauft.

An den Souvenirständen lief der Verkauf in der ersten Woche ebenfalls schleppend. Statt großen Hüten würden in diesem Jahr vornehmlich Ansteckpins der großen Zelte verkauft. "Der Tourismus ist etwas verhaltener", sagte Weishäupl. Dies sei auch an den Hotelbuchungen ablesbar. Auch an den Fahrgeschäften sei in der ersten Wiesn-Hälfte zu spüren gewesen, dass die Besucher genauer schauten, wofür sie ihr Geld ausgäben, erläuterte Weishäupl.

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) hatte in der ersten Hälfte des Volksfestes mehr zu tun als im Vorjahr. Bislang kümmerten sich die Helfer und Ärzte um 4698 Patienten, vergangenes Jahr waren es im gleichen Zeitraum 3127 gewesen. Besonders häufig baten die Wiesn-Besucher um Pflaster für wundgelaufene Füße sowie Kopfschmerztabletten. Auch die Zahl der "Bierleichen" lag mit 399 Patienten um 78 höher als im Vorjahr.

(Redaktion)


 


 

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