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Mehrwertkonten

Mehrwertkonten teuer, aber mit attraktiven Zusatzservices

Ob Versicherungsschutz auf Reisen, Exklusivtickets für die Oper oder Rabatt bei der Autowäsche. Inhaber von Mehrwertkonten können aus einer Vielzahl von Zusatzservices wählen.

Zwar liegen die monatlichen Kontoführungskosten meist über zehn Euro, die Gebühren können jedoch bei geschicktem Ausnutzen der Benefits mehr als ausgeglichen werden. Doch welches Konto bietet das beste Angebot an Leistungen? Wo überzeugen zudem die Konditionen? Und bei welcher Bank stimmt auch die Filialdichte?

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) untersuchte jetzt das
Angebot von Mehrwertkonten bei acht regionalen und überregionalen Banken. Im Rahmen einer umfassenden Analyse wurden neben Kontokonditionen und Filialservices auch der Leistungsumfang der Zusatzservices anhand von über 30 Einzelkriterien unter die Lupe genommen.

Das beste Mehrwertkonto 2010 bot Hamburger Sparkasse mit dem Haspa Joker Gold. Das Unternehmen hatte im Rahmen des Kontos nicht nur das beste Leistungsangebot, sondern bot zudem die besten Filialservices der regionalen Banken. BW Bank erzielte mit dem BW extend gold Konto Rang zwei und überzeugte mit den besten Konditionen im Test. Berliner Bank folgte mit dem BB MAGIC Gold Konto auf Rang drei und punktete durch das beste Angebot bei Sicherheitsleistungen.

Die Mehrzahl der Konten bot ein sehr breites Spektrum an Zusatzleistungen an. Erfreulich war dabei die Tatsache, dass bei allen Modellen wichtige Services wie eine 24-Stunden-Notfallhotline und Hilfestellung bei Verlust von Karten oder Dokumenten inklusive waren. Nur zwei Konten beinhalteten jedoch allgemeinen Versicherungsschutz für den Todesfall des Versicherten, keines die Absicherung bei dessen Invalidität. Fast zwei Drittel der Konten beinhalteten einen Reise- oder Verkehrsmittelschutz im Todesfall, immerhin knapp 40 Prozent auch bei Invalidität. Generell empfiehlt sich, immer das Kleingedruckte zu lesen: „Nicht selten war Voraussetzung für den Versicherungsschutz, dass mit der Kreditkarte die Reise oder das Hotel bezahlt werden“, kommentiert Markus Hamer, Geschäftsführer des Instituts.

Eine große Spanne zeigte sich beim monatlichen Kontoführungspreis, der zwischen 5,99 und 16 Euro lag. Allerdings gilt es, auch die weiteren
Konditionen der Konten genau zu prüfen. „Anbieter mit einem sehr geringen monatlichen Grundpreis berechnen in der Regel separate Gebühren für Kreditkarten oder den Ersatz verlorener Bank- und Zahlkarten. Auf Jahressicht kann sich ein deutlicher Unterschied beim Kontoführungspreis so schnell ausgleichen“, so Serviceexperte Hamer.

Zudem darf nicht außer Acht gelassen werden, welches Sparpotenzial durch die Nutzung der im Kontoumfang enthaltenen Zusatzservices und
beispielsweise der Inanspruchnahme von Ermäßigungen möglich ist. Die Spanne reicht von Versicherungsleistungen über Rabatte, die in der Regel über regionale Partner aus den Bereichen Gastronomie, Einzelhandel, Freizeit und Kultur in Anspruch genommen werden können, bis hin zu Rückvergütungen bei Reisebuchungen. Diese lagen im Test bei bis zu sieben Prozent. Bei einem angenommenen jährlichen Reisevolumen des Kontoinhabers im Wert von 5.000 Euro könnten durch die Inanspruchnahme des Reisebuchungsservice so bis zu 350 Euro gespart werden.

(DISQ)


 


 

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