Das Handy
Mein Freund und Begleiter...
München. Die internationale Studie zur Mobilfunknutzung, die von Synovate im Juni 2009 durchgeführt wurde, zeigt den wachsenden Stellenwert des Handys für die Alltagsgestaltung.
Das Handy dient mittlerweile als Medium zum Flirten, zum Beenden von Beziehungen, als Gerät zum Musikhören, für die Internet-Nutzung, also als zentrales Mittel zur Gestaltung unseres Alltags und unserer zwischenmenschlichen Beziehungen.
Drei Viertel aller Handynutzer weltweit verlassen ihr Haus nicht ohne ihr Mobiltelefon. Mehr als ein Drittel (36%) insgesamt geben sogar an, dass sie ohne ihr Handy nicht leben könnten. Dies ergab die internationale Erhebung von Synovate bei mehr als 8.000 Handybesitzern in 11 Ländern in Nordamerika, Europa, Russland und dem südasiatischen Raum.
„Der extrem hohe Einfluss des Handys auf die Organisation des täglichen Lebens hat neben dem enormen Potenzial für Gerätehersteller und Diensteanbieter natürlich auch für das Marketing insgesamt eine herausragende Bedeutung“, unterstreicht Michael L. Ranke, Research Director Telecommunications bei Synovate. „Gerade für die glaubwürdige Positionierung der eigenen Produkte ist es natürlich überaus wichtig zu verstehen, wie Handys genutzt werden und was der Nutzer eigentlich will“.
Grundsätzlich stellt die Handhabung von Multifunktionsgeräten für Handynutzer kein Problem dar. 61% aller Befragten gaben an, die meisten Funktionen ihres Mobiltelefons bedienen zu können. Neben den Grundfunktionen wie Telefonieren und SMS-Verschicken werden vor allem der Wecker (67%), die Kamera (62%) und diverse Spiele (33%) regelmäßig auf dem Handy genutzt. Die Möglichkeit, über das Handy fernzusehen, hat weltweit gesehen noch einen sehr geringen Nutzungswert (5% insgesamt).
Und welche weiteren Funktionen wünschen sich Handynutzer? Praktisch jeder fünfte Befragte (22%) ist gerade glücklich so wie es ist und kann sich keine zusätzliche Funktion vorstellen. Alles wunderbar also? Keinesfalls, denn eine ebenso große Gruppe wünscht sich eine bessere Kamera-Qualität (21%), gefolgt von mehr Speicherkapazität (17%).
„Dies ist ein interessantes Ergebnis für Gerätehersteller“, meint Michael L. Ranke. „Handynutzer haben häufig keine festgelegten Vorstellungen. Diese Haltung macht sie offen für neue Angebote – eine lohnende Herausforderung für das Marketing.“
Das Handy als Medium wird immer häufiger zur Kontaktaufnahme eingesetzt: zum Flirten mit einem anderen als dem eigenen Partner (15%), zum Vereinbaren eines ersten Treffens (20%), zum Beenden einer Beziehung (12%) oder einfach nur zum „Nein-Sagen“ oder Übermitteln einer unangenehmen Nachricht (35%).
(Redaktion)
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