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Neues 7-Zoll-Surface noch dieses Jahr

In den letzten Tagen ging es durch die Netzwelt: IDC und auch der Konkurrent Gartner ermittelten sinkende Anzahlen für verkaufte Notebooks und Desktops im ersten Quartal. Satte 14 Prozent analysierten IDC, 11,2 Prozent Gartner.

Doch nicht der Tablet-Boom ist schuld. Die Situation verschlimmerte sich durch das neue Betriebssystem von Microsoft. "Inzwischen scheint es leider klar, dass Windows 8 dem PC-Markt nicht nur keinen positiven Impuls geben konnte, sondern die Marktentwicklung anscheinend gebremst hat", meint Bob O'Donnell, IDC Program Vice President, Clients and Displays. Um dem nun entgegenzuwirken, arbeitet Microsoft an einer Sieben-Zoll-Version seines Tablets Surface, die noch dieses Jahr in Massenproduktion gehen soll. Chrystelle Labesque, IDC Research Manager EMEA Personal Computing, bestätigt: "Auf dem Tablet-Markt ist die Sieben-Zoll-Displaygröße sehr beliebt geworden. Auf dem westeuropäischen Markt war sie im vierten Quartal 2012 mit 42 Prozent der ausgelieferten Geräte die meistverkaufte."

Schnelle Reaktion auf Einbruch

Nach dem größtem Einbruch, seit das Unternehmen IDC 1994 erstmals Quartalszahlen veröffentlicht hat, reagierte Microsoft schnell. Natürlich hängt der Rückgang bei den PC-Verkäufen stark mit dem Trend hin zu Tablets und Smartphones zusammen. Mit dem geplanten Sieben-Zoll-Modell seines Surface-Tablets will Microsoft auf diesen Trend antworten. Das Surface RT ist anfangs nur in wenigen großen europäischen Ländern verfügbar gewesen. "Dennoch war Microsoft im vierten Quartal 2012 unter den Top-10-Tablet-Anbietern für Westeuropa", betont Labesque. Wie erfolgreich das Gerät globaler gesehen ist, ist also noch schwer zu sagen - in kleineren Ländern wie Österreich und der Schweiz ist es erst vor rund zwei Monaten angekommen.

Aufschwung durch neues Tablet bleibt abzuwarten

Ob ein kompaktes Tablet, auf dem das neue Nutzer-Interface der Windows-8-Familie eher offen ist als auf dem klassischen Desktop, dem Betriebssystem wirklich neuen Schwung geben kann, bleibt aber abzuwarten. Generell habe die Vielfalt der Formfaktoren und Geräte bei Windows 8 eher für Verwirrung und eine abwartende Haltung gesorgt, so Labesque. "Der Schlüssel zum Revitalisieren von Windows wäre Training und Kommunikation zum Nutzer-Erlebnis", ist die Analystin überzeugt.

(Redaktion)


 


 

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