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Zweitniedrigste Armutsrisikoquote

Jeder neunte Einwohner Bayerns armutsgefährdet

Im Jahr 2008 betrug nach Meldung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung im Freistaat die Armutsrisikoquote rund 10,8 Prozent. Damit verzeichnete Bayern die zweitniedrigste Armutsrisikoquote im Bundesgebiet hinter Baden-Württemberg.

Überdurchschnittliche Armutsrisikoquoten verzeichneten insbesondere Erwerbslose sowie Alleinerziehende und deren Kinder. Bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund waren im Freistaat 18,8 Prozent von Armut bedroht, während bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund die Quote bei nur 8,9 Prozent lag.

Nach den Ergebnissen des Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung, lag im Jahr 2008 die Armutsrisikoquote in Bayern bei 10,8 Prozent. Im Vergleich aller Bundesländer hatte die Bevölkerung im Freistaat die zweitniedrigste Armutsrisikoquote, nur Baden-Württemberg lag mit 10,2 Prozent knapp darunter. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, betrug die Quote bundesweit 14,4 Prozent.

Von den Männern im Freistaat waren 9,8 Prozent und von den Frauen 11,8 Prozent von Armut bedroht. Nach Altersgruppen betrachtet, wiesen die 18- bis unter 25-Jährigen die höchste Armutsrisikoquote mit 15,1 Prozent auf. Dicht gefolgt von den 65-Jährigen oder älteren mit 14,8 Prozent. Die niedrigste Armutsrisikoquote ließ sich bei den 25- bis unter 50-Jährigen mit 8,2 Prozent ermitteln. Ein enger Zusammenhang zwischen Armutsrisiko und der Ausübung einer Erwerbstätigkeit ist unübersehbar.

So war von den bayerischen Erwerbstätigen nur jeder Zwanzigste von Armut bedroht (5,0 Prozent), während die Quote bei den Erwerbslosen bei 45,0 Prozent lag. Bundesweit lagen die entsprechenden Armutsrisikoquoten bei 7,4 Prozent (Erwerbstätige) und 56,0 Prozent (Erwerbslose). Besonders von Armut bedroht waren Haushalte von alleinerziehenden Personen, bei denen eine Armutsrisikoquote
von 32,2 Prozent errechnet wurde. In 2-Personen-Haushalten ohne Kinder betrug die entsprechende Quote dagegen nur 8,5 Prozent. Deutliche Unterschiede waren zwischen den Personen mit und ohne Migrationshintergrund erkennbar. Bayernweit lebten 18,8 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund, aber nur 8,9 Prozent der Personen ohne Migrationshintergrund mit einem Armutsrisiko.

Die Armutsrisikoquote bezeichnet gemäß EU-Definition den Anteil derjenigen Personen, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) der bundesweiten Bevölkerung auskommen müssen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.amtliche-sozialberichterstattung.de

(Redaktion)


 


 

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