21.07.2010  10:20 Uhr

Mittelstand
Wie kleine und mittelständische Unternehmen die Krise gemeistert haben

München. Die Wirtschaft wächst, die Arbeitslosenzahlen sinken, aus Kurzarbeit wird wieder Vollzeitarbeit: Deutschlands Wirtschaft befindet sich im Aufschwung.

Nachdem im Krisenjahr 2009 die Medien überwiegend von steigenden Arbeitslosenzahlen und Kurzarbeit berichtet haben und die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 11,6 Prozent im Vergleich zu 2008 stieg, beruhigen sich Märkte, Ökonomen und Medien langsam. Weiterhin steigt auch die Zahl der Neueinstellungen. Besonders von der Krise betroffen waren kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) sowie Selbstständige, die keine staatliche Unterstützung erwarten konnten. In einer Studie der TU München gaben über 80 Prozent der befragten Unternehmen an, von der Krise stark bis sehr stark betroffen zu sein. In der Studie wurden Anfang des Jahres über 200 KMUs zur aktuellen wirtschaftlichen Situation und etwaigen Maßnahmen in der Krise befragt.

Viele KMUs behalfen sich zur Krisenbewältigung der Kurzarbeit oder mussten Entlassungen vornehmen, um nicht in die Insolvenz zu geraten. Das hat allerdings oft negative Auswirkungen auf Produktion und Leistung des Unternehmens. Eine andere Möglichkeit, Kosten zu sparen und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben, ist die Auslagerung mancher Aufgaben an externe Dienstleister, das sogenannte Outsourcing. Besonders im IT- und Finanzbereich steigt bei KMUs die Bereitschaft, externe Experten zu engagieren. Damit erhöht sich nicht nur die Flexibilität, auch Personalkosten können eingespart werden und die Produktivität bleibt auf einem konstanten Niveau.

Wie stark sich die Krise auf die Bereitschaft auswirkt, Outsourcing zu betreiben, zeigt die Studie der TU München: Je stärker die Auswirkungen, desto eher würden die Geschäftsführer von einer Auslagerung profitieren wollen. Demnach liegt die Bereitschaft für Outsourcing bei stark von der Wirtschaftskrise betroffenen Unternehmen bei über 70 Prozent, während Geschäftsführer von Unternehmen, die nicht von der Krise betroffen waren, sich nur zu knapp 50 Prozent vorstellen können, Aufgaben an externe Dienstleister zu vergeben. „Durch Outsourcing können Unternehmen Kosten sparen und gleichzeitig wettbewerbsfähig bleiben“, erläutert Gunnar Berning, Geschäftsführer und Gründer der Online-Vermittlungsplattform twago.

Vermittlungsplattformen im Internet wie twago oder Projektwerk bieten eine einfache Lösung, passende Experten zu finden. Sie können als ideale Schnittstelle zwischen Kunden und Service-Anbieter genutzt werden. Kunden können anfallende Aufgaben als Projekte ausschreiben und anschließend individuell den für sie geeignetsten Dienstleister auswählen. „KMUs können hierbei zusätzlich von der Sicherheit profitieren, die ihnen solche Plattformen bieten“, erklärt Berning. So erhält man bei Vermittlungsplattformen durch die Möglichkeit zur Bewertung der Zusammenarbeit nach abgeschlossenen Projekten sowie der Verifikation der Service-Anbieter größtmögliche Transparenz bei der Dienstleister-Auswahl. „Das ist besonders für das Offshoring wichtig, wenn Kunden mit Dienstleistern aus dem Ausland zusammenarbeiten“, führt Berning weiter aus. 

Aber nicht nur KMUs profitieren von Plattformen: Auch Freiberufler und Selbstständige können Plattformen nutzen, um ihre Auftragslage zu verbessern. Gerade zu Zeiten der Wirtschaftskrise konnten so Auftragslöcher wieder ausgeglichen werden. „Beide Seiten können somit durch Outsourcing profitieren und ihre wirtschaftliche Situation verbessern“, sagt Berning.


 

(Twago.de)



 


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