25.02.2010  10:00 Uhr
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Photovoltaik
Härtetest für Photovoltaik-Module

München. Was so lange auf dem Dach halten soll, muss zuerst einen Test bestehen. Schon lange sind Photovoltaik-Anlagen keine Seltenheit mehr.

Mittlerweile ist es schon fast zu einem Statussymbol für ökologisch engagierte Hausbesitzer geworden. Doch natürlich ist nicht nur die Ökologie ein entscheidendes Kaufkriterium, sondern vor allem auch die Ökonomie. Besonders für Landwirte ist die innovative Technologie ein lukratives Nebengeschäft.

Mehr Fläche, größere Anlagen

Die Vorteile für landwirtschaftliche Betriebe liegt ganz klar auf der Hand: Die Anlage arbeitet, ohne dass sie selbst Arbeit verursacht. Außerdem ist die Investition angesichts der riesigen Scheunen- und Stalldächer besonders lohnenswert. Es können größere Anlagen installiert werden, in der Regel werden die Dachflächen nicht beschattet und so bringen sie auch einen dementsprechenden Ertrag. Doch natürlich müssen diese Solaranlagen auf landwirtschaftlich genutzten Gebäuden wesentlich mehr aushalten als eine vergleichbare Anlage auf einem Einfamilienhaus. Da sind die Bedenken angesichts der Anschaffungskosten nicht ganz unberechtigt.

Sicherheit durch Photovoltaik-Test

Doch da sich auch die Hersteller über diese Belastungen bewusst sind, gibt es einen so genannten Photovoltaik-Test. Bei diesem Test wurden die Bedingungen simuliert, die die Solarmodule auf landwirtschaftlichen Dächern aushalten müssen. Gerade bei der Haltung von Nutztieren entstehen Ammoniak, Staubpartikel und Geruch. Von diesen drei Nebenstoffen ist es besonders das Ammoniak, das als schädlicher Stoff in die Luft abgegeben wird.

Vor allem diese Emissionen können den Alterungsprozess der Module beschleunigen. Folglich führt diese Degradation zu einer geringeren Ausbeute an Energie und damit zu einer geringeren Rendite für den Anlagenbetreiber. Damit sich dieser also sicher sein kann, dass seine Anlage qualitativ hochwertig ist und die Emissionen den Modulen nicht nachhaltig schaden, wird ein solcher Test durchgeführt. Die Solaranlagen der Hersteller, die diesen Test bestehen, werden mit einem Gütesiegel ausgezeichnet.

Wie aussagekräftig ist dieser Test?

Das Testverfahren wurde von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft und dem Solarmodul-Hersteller Schott Solar entwickelt. Diese Kooperation ermöglicht eine Überprüfung des Verfahrens auf seine Praxistauglichkeit und eine Nutzung des bereits bestehenden Wissens. Dieser Test findet in einem Labor statt und dabei wird überprüft ob die Module einer Solar-Anlage die Luft in einem Stall über mindestens 20 Jahre stand hält. Dabei beträgt die Testdauer 1500 Stunden bei einer Lufttemperatur von 70°C, eine relative Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent und einer Ammoniakkonzentration von 750 ppm. Aufgrund der darauf gewonnen Testergebnisse wird festgestellt, ob die von einem Hersteller angebotene Anlage diesen Belastungen standhalten kann. Der Test ist aussagekräftig und jeder Landwirt der in eine solche investieren möchte, der sollte unbedingt auf dieses Siegel achten.


 

(Redaktion)

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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © pixelio.de/Klaus-Uwe Gerhardt



 


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