Computerspiele
Neuer Bachelorstudiengang an der TU München: „Informatik: Games Engineering“
München. Der Markt für Computerspiele boomt und immer mehr Spieleentwickler werden gesucht. Deshalb bietet die Technische Universität München ab dem Wintersemester 2011/2012 den Bachelorstudiengang „Informatik: Games Engineering“ an.

Spielend lernen auf hohem Niveau: Die Technische Universität München bietet einen neuen Bachelor-Studiengang an.
Die rasante Entwicklung der Spiele basiert auf den Fortschritt in der Informatik und der Computertechnologie. Grafik und Sound gewinnen an Realitätstreue, sodass die simulierten Welten immer komplexer werden. Moderne Sensorik ermöglicht neue Arten der Interaktion. Durch die Vernetzung verschiedenster Endgeräte wie Computer, Handy und Konsolen spielen die Akteure nicht mehr alleine vor ihrem Bildschirm. Sie können von überall an den Online-Games teilnehmen.
Die Besonderheit: Interessierte können sich gleich zu Studienbeginn auf die Grundlagen der Spieleentwicklung wie 3D-Simulation, Interaktion und Social Games konzentrieren.
Informatik trifft Entertainment
Um diese Technologien zu verstehen und umzusetzen, sind fundierte Informatikkenntnisse erforderlich, die in dem Studiengang „Informatik: Games Engineering“ vermittelt werden. Zu den Schwerpunkten im Studium gehören: Spielekonzeption und -Entwicklung, Computergrafik, Interaktion, Simulation, internet-basierte Social Games, künstliche Intelligenz, Mathematik und Physik. „Zudem streben wir eine Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film an, sodass unsere Studierenden Film- und Spieldramaturgie erlernen“, erläutert Helmut Krcmar, Dekan der Fakultät für Informatik der TU München.
Kreative Kommunikation und technisches Know-How
Der Studiengang richtet sich an Studieninteressierte, die ihre Fähigkeiten zur kreativen Gestaltung und zur Kommunikation in interdisziplinären Teams mit technischem Know-How und abstraktem Denken verbinden wollen. „Wir sprechen eine breite, heterogene Gruppe an. Es ist wichtig, dass Spiele von vielen unterschiedlich denkenden Menschen entwickelt werden, so dass sie für entsprechend unterschiedliche SpielerInnen interessant sind“, sagt die Informatikprofessorin Gudrun Klinker, die für den Studiengang verantwortlich ist.
Gute Aussichten
Absolventen des Bachelorstudiengangs „Informatik: Games Engineering“ werden vielfältige Berufschancen haben. Neben dem prosperierenden Spielemarkt wächst die Nachfrage ebenso in anderen Geschäftsfeldern – auch Serious Games genannt. So setzen Experten die Spielekonzepte in Planspielen oder Trainingssystemen um. In der Medizin wird an virtuellen Operationen geübt, Piloten trainieren an Flugsimulatoren und Manager nutzen Spieltheorien bei der Gewinnung von Großaufträgen.
Studieninteressierte können sich bis zum 15.7.2011 hier informieren und bewerben. Die Fakultät für Informatik führt ein Eignungsfeststellungsverfahren durch – ebenso wie bei ihren anderen Studiengängen. Die Unterrichtssprache ist Deutsch; einige Veranstaltungen werden auf Englisch durchgeführt.
(Redaktion)
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