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"Rennen um 2018 weiter offen"

Münchens Olympiabewerbung will das Feld von hinten aufrollen

14 Tage vor der Entscheidung ist das Rennen um die Vergabe der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 nach Ansicht von Katarina Witt weiterhin offen.

"Es gab noch nie so viele unentschlossene Stimmberechtigte, das gibt uns einen zusätzlichen Motivationsschub", sagte die Kuratoriumsvorsitzende der Münchner Bewerbung am Mittwoch in München.

Gerade in den vergangenen Wochen habe München gegenüber dem Favoriten Pyeongchang in Südkorea an Boden gutgemacht: "Diejenigen, die noch wanken, wollen wir im Endspurt überzeugen." Annecy in Frankreich gilt als Außenseiter.

Wichtig sei es, "auf den Punkt fit zu sein", sagte die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin. Vor allem die technische Präsentation Mitte Mai in Lausanne habe München viele Pluspunkte gebracht. "Wir wollten nicht die ganzen Jahre über Favorit sein. Es war immer unser Ziel, die anderen im Endspurt abzufangen", sagte die 45-Jährige.

Dass München in Zusammenarbeit mit Garmisch-Partenkirchen und dem Berchtesgadener Land die erste Stadt sein kann, die nach den Olympischen Sommerspielen 1972 auch Olympische Winterspiele ausrichtet, glaubt auch Thomas Bach: "Wir wissen seit Lausanne, dass wir gewinnen können. Wir sind jetzt einfach heiß, dass die Türe aufgeht und wir zeigen können, was wir können", sagte der Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Überzeugen könne das Münchner Konzept vor allem in den Punkten Nachhaltigkeit, Umweltschutz und dem Status Deutschlands als Wintersportnation.

"Phase des Tunnelblicks" hat begonnen

Die zwei verbleibenden Wochen bis zur Entscheidung im südafrikanischen Durban bezeichnete Bach als "Phase des Tunnelblicks". Bereits vier Tage vor der Vergabe (2. Juli) muss die Abschlusspräsentation dem IOC vorliegen. Punkten will die Münchner Delegation in Durban vor allem durch die Anwesenheit von Bundespräsident Christian Wulff, plant aber auch Überraschungen: "Ein paar Kleinigkeiten haben wir uns bis zum Schluss aufgehoben, auch personell", verriet Witt.

Delegation reist nach Togo, Bach besucht die fürstliche Hochzeit

Bis zur Anreise nach Durban reist ein Teil der Bewerbungsdelegation zudem für eine Präsentation vor der afrikanischen Generalversammlung nach Togo. Bach wird am 2. Juli die fürstliche Hochzeit von Albert von Monaco und Charléne Wittstock besuchen, bei der auch zahlreiche der 110 IOC-Mitglieder erwartet werden. Es sei aber eine "Frage des Respekts", dort nicht für München als Gastgeberland zu werben: "Das werde ich einhalten", versicherte Bach, glaubt aber dennoch an einen positiven Effekt: "Wenn ich dort gesehen werde, fühlen sich manche IOC-Mitglieder sicherlich an München erinnert. Das kann schon helfen."

"Positiv und euphorisch" im Endspurt

Die Gemütslage im Schlussspurt bezeichnete Witt als "letzten Nervenkitzel, wir sind positiv und auch euphorisch". An ein Scheitern der Bewerbung wollte keiner denken: "Man muss es dann so hinnehmen", sagte Witt nur. Bach plante unterdessen schon mal die Feierlichkeiten im Falle des Zuschlags: "Wir würden vor Ort gewaltig feiern, einfach Party. Dann wird ein Teil der Delegation nach Deutschland fliegen und weiter feiern", sagte er.

(dapd-bay Hanna Schmalenbach)


 


 

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