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Technische Universität München

Münchner Elite-Studenten nehmen mit Weltraumaufzug an japanischem Wettbewerb teil

Seit Jahrhunderten träumt der Mensch von der Eroberung des Kosmos. Menschen haben den Mond betreten und nun arbeiten Studenten der TU München an einem Projekt, das den Zugang zum Weltraum extrem vereinfachen könnte und fliegen im August mit Ihren Entwicklungen zu einem Wettbewerb nach Japan.

Der Traum vom Weltraumaufzug

Raumfahrtenthusiasten kennen ihn bereits seit einigen Jahre, den sogenannten Space Elevator. Die Idee ist, wie so oft, relativ simpel: An einem extrem reißfesten Seil soll ein Fahrstuhl direkt in den Himmel aufsteigen – auf eine Höhe von mindestens 36.000 Kilometer. „Bei einer Reisegeschwindigkeit von 150 Stundenkilometern wäre der Fahrstuhl ganze zehn Tage unterwegs.“, rechnet Benjamin Grauel, der für die Antriebsauslegung zuständig ist. Das Ende des Seils wird an einer Raumstation oder einem Satelliten befestigt. Durch die Fliehkraft wird das Seil auf Spannung gehalten. Viel günstiger als mit Raketen könnten so Satteliten, Astronauten und nach einer Studie sogar Atommüll in den Weltraum transportiert werden.

Münchner Studenten an der Forschungsspitze

An so einem Weltraumaufzug arbeitet auch das zwölf köpfige Studententeam der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt – kurz WARR - an der TU München. Vor vier Jahren entstanden hier die ersten Entwürfe zu der damals neu aufgekommenen Idee. „Wir bauten damals einen Minifahrstuhl aus LEGO, der so gut ankam, dass wir einfach weitermachen mussten.“, erinnert sich Mitbegründer Joachim Sturm. Heute haben die jungen Weltraumpioniere bereits ein ausgereiftes Modell entwickelt. Mit ihrer Kombination aus Mikrowellen- und Laserforschung zur drahtlosen Energieversorgung des Aufzuges haben sie einen weltweit einmaligen Schwerpunkt gesetzt. Das Ziel ist ein direkter Vergleich der beiden Systeme. Der etwa sechs Kilogramm schwere Antriebsschlitten aus München ist bereits für beide Systeme ausgelegt und fährt mit etwa zehn Kilometern pro Stunde am Testband hinauf.

Internationaler Wettbewerb in Japan

Wie relevant die Arbeit der Münchner Studenten ist, wird erst im internationalen Vergleich deutlich. Und genau den sucht das Team nun bei der 1st Japan Space Elevator Technical & Engineering Competition. Unterstützt durch die Klaus Höchstetter Stiftung reisen Anfang August sieben Teammitglieder nach Japan. „Der Space Elevator hat großes innovatives Potential und wird mit Sicherheit noch von sich reden machen“, erklärt Klaus Höchstetter. Bei der Veranstaltung in der Nähe von Tokio werden verschiedene private, universitäre Teams präsentieren, woran sie die letzten Monate gearbeitet haben. Ein Ballon, an dem das Band hängt, ermöglicht eine Wettbewerbsstrecke von 150 Metern. „Die Herausforderung hierbei sind im Gegensatz zu Laborversuchen Windeinflüsse und das Band, das frei umherfliegt und sich verdreht.“, weiß Struktur-Experte Alexander Kuisl. Lehrstuhlmitarbeiter und wissenschaftlicher Leiter Andreas Hein sieht in dem Wettbewerb für die Münchner eine große Chance: „In Japan existiert ein sehr viel größeres Interesse am Space Elevator als in Deutschland. Der Wettbewerb ist eine Chance uns international zu platzieren und neue Kontakte zu knüpfen.“

Bis zur Realisierung des realen Projektes werden wohl noch viele Jahre vergehen doch die Studenten vom Münchner Space Elevator sind entschlossen ihren Beitrag zu leisten, den Zugang zum Weltraum zu vereinfachen. „Wir freuen uns auf kommende Wettbewerbe und Herausforderungen und hoffen, dass unser Traum vom Weltraumaufzug eines Tages Wirklichkeit wird.“

(openpr / EHRENSACHE Consulting)


 


 

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