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Neue Streikrunde im Sozialbereich geplant - ver.di fordert Einlenken der Arbeitgeber im Tarifstreit der Erzieher

Unmittelbar vor der neuen Streikrunde im Tarifstreit der Erzieher und Sozialarbeiter fordert die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ein Einlenken der Arbeitgeber. Landesbezirksleiter Josef Falbisoner betonte am Montag in München: «Nachdem die Arbeitgeber bisher keine Anzeichen zu ernsthaften Verhandlungen haben erkennen lassen, werden die Beschäftigten noch deutlicher als bisher ihre Entschlossenheit zum Ausdruck bringen.» In dieser Woche sollten die Arbeitgeber ihre Chance zum Einlenken nutzen, hieß es weiter.

Die Erzieher in den kommunalen Einrichtungen hatten angekündigt, auch in dieser Woche drei weitere Tage zu streiken. Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag (26. bis 28. Mai) sollen in mehr als 30 bayerischen Städten die Kindergärten und -tagesstätten geschlossen bleiben, unter anderem in München, Nürnberg, Regensburg, Augsburg, Aschaffenburg und Würzburg. ver.di rechnet am ersten Streiktag mit rund 3000 Protestteilnehmern.

Die Gewerkschaft kämpft mit den Beschäftigten im Sozial - und Erziehungsdienst für einen Gesundheitstarifvertrag sowie Gehaltssteigerungen. Die Verhandlungen, für die sich in einer Urabstimmung knapp 90 Prozent der Beschäftigten entschieden hatten, seien bislang jedoch an den Arbeitgebern gescheitert. «Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände verzögert die Verhandlungen seit Monaten», sagte Falbisoner. «Deshalb muss da mehr
Druck in den Kessel.»

Die größte Aktion am Dienstag wird eine Demonstration der Beschäftigten aus Sozial- und Erzieherberufen in München sein. Der Protestzug beginnt am Sendlinger Tor und endet am Odeonsplatz, wo es gegen 12.00 Uhr eine Streikkundgebung geben soll.

Am Donnerstag wollen dann auch viele Beschäftigte der Arbeiterwohlfahrt ihre Arbeit niederlegen. Davon seien neben Kindertagesstätten auch Pflegeheime, Sozialdienste und Beratungsstellen von dem Warnstreik betroffen, teilte ver.di mit.

In den sozialen Diensten werde es zu Einschränkungen kommen, es werde aber sichergestellt, dass keine Bewohner von Pflegeheimen zu Schaden kämen. Zu ganztätigen Schließungen könne es hingegen in Kindertagesstätten kommen, kündigte ver.di an. Der Streik der Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt sei eine Reaktion auf das Ergebnis der zweiten tariflichen Verhandlungsrunde am 14. Mai.
ver.di-Verhandlungsführerin Irene Gölz sagte, der Arbeitgeber habe hier sein Angebot von 2,8 Prozent auf 2,2 Prozent mehr Gehalt verschlechtert.

(ddp)


 


 

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