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Bohrinsel-Unglück

Erdgas ist schmutziger als sein Ruf

Der Mythos vom sauberen Erdgas ist mit dem Unglück auf Elgin ein weiteres Mal widerlegt. Dabei muss es nicht gleich eine Katastrophe sein. Allein bei der klassischen Erdgasförderung treten laut einer Studie der amerikanischen Cornell University schätzungsweise 1,7 bis sechs Prozent der geförderten Menge aus.

Mit Methan als Hauptbestandteil von Erdgas hat das eine enorme klimaschädliche Wirkung. Schließlich trägt Methan über 20mal stärker zum Treibhauseffekt bei als CO2. Für den Klimaschutz ist Erdgas keine wirkliche Alternative. Vielmehr sind Lösungen gefragt, um den weltweiten Bedarf zu senken.

Eine wichtige Rolle im Gasmarkt der Zukunft spielt Ökogas, auch mit Blick auf die Privathaushalte. Nach wie vor laufen mehr als drei Viertel aller Heizungen mit fossilen Rohstoffen. „Der Umstieg auf alternative Energiequellen ist ein wichtiger und unumgänglicher Schritt in eine saubere Zukunft“, ist Florian Henle, Mitgründer von Polarstern, überzeugt. Jedoch gibt es bisher nur wenige Anbieter von 100 Prozent Ökogas in Deutschland. Die Aufbereitung und der Transport sind aufwändig und teuer.

Die Alternative zu fossilem Erdgas

Der Ökoenergieversorger Polarstern hat als erster ein wettbewerbsfähiges Ökogasprodukt auf den Markt gebracht. Entwickelt wurde das Produkt mit Unterstützung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Europäischen Sozialfonds. „Im Grunde übertragen wir das etablierte Handelssystem des Strommarktes auf den Gasmarkt”, bringt Florian Henle, Mitgründer von Polarstern, das Angebot auf den Punkt. Es ist ein wichtiger Meilenstein, um das „Schwesterprodukt” des erfolgreichen Ökostroms zum Durchbruch zu verhelfen. „Mit unserem neuen Ansatz bieten wir 100 Prozent Ökogas aus Reststoffen bis zu 40 Prozent preiswerter an als vergleichbare Tarife.“ Zertifiziert ist Polarstern Ökogas vom TÜV Nord. Gefördert wird mit jeder verbrauchten Kilowattstunde auch der Ausbau erneuerbarer Energien. Dazu fließen 0,25 Cent in den Bau neuer Ökokraftwerke in Deutschland.

Unterstützt wird das Polarstern Ökogasprodukt von Experten wie Florian Schöne von der NABU Bundesgeschäftsstelle: „Aus Sicht des Klima- und Umweltschutzes unterstützen wir die Biogasproduktion aus 100 Prozent Reststoffen”. Und Martin Hofstetter vom Greenpeace e.V. erklärt: „Biogasanlagen, in denen wie in diesem Fall Reststoffe effizient verwendet werden, sind unserer Ansicht nach ideal. Sie reduzieren die Klimagase und erzeugen gleichzeitig erneuerbare Energien.”

Quelle: Polarstern

(Redaktion)


 


 

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