12.02.2010  10:49 Uhr
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Ökostrom
Wie ökologisch ist Ökostrom?

München. Eine ganze Reihe von Stromanbietern versprechen Ihren Kunden, auf dem Markt so viel Ökostrom einzukaufen, wie diese verbrauchen.

Auf diese Art und Weise soll der Verbraucher die Nutzung von regenerativen Energien aktiv beeinflussen können. Da alle Stromanbieter in ein und dasselbe Netz einspeisen, kann der Endverbraucher die Herkunft „seines“ Stromes nicht erkennen. Aus diesem Grund wurden die Energieversorger 2005 über das Energiewirtschaftsgesetz verpflichtet, Informationen über ihren Energiemix zu veröffentlichen. Diese Informationen sind jedoch nur zum Teil richtig, da z.B. über die Börse gekaufter Strom über Durchschnittwerte eingerechnet wird. Über das Ökostromgesetz wird dagegen geregelt, welche Anteile in welchem Zeitraum zu erreichen sind, wie einzelne Energieformen gefördert werden und welche Stromtarife zum Tragen kommen.

Zu den regenerativen Energien zählen heute:

  • Windkraft
  • Solarenergie
  • Geothermisch gewonnene Energie
  • Wasserkraft
  • Biomasse

Den größten Anteil am Gesamtenergieaufkommen haben Wasserkraft mit 3,2 % und Windenergie mit 6,3 %. Der gegenwärtig am schnellsten wachsende Sektor dagegen ist die Photovoltaik.
Da Elektroenergie bis heute nicht in großen Mengen effizient gespeichert werden kann, müssen die Energieversorger jedoch jederzeit in der Lage sein, den gesamten Bedarf kurzfristig über konventionelle Kraftwerke zur Verfügung zu stellen, da Perioden, in denen Wind- und Solarkraftwerke keinen Strom liefern können, in Mitteleuropa statistisch gesehen recht häufig vorkommen. Die Schaffung eines gesamteuropäischen Verbundnetzes wird vor diesem Hintergrund besonders wichtig. Auch Ökostrom-Anbieter müssen ihre Kunden in solchen Zeiten mit Strom versorgen. In die Kritik geraten sind solche Anbieter, die ihren Strom über so genannte RECS-Zertifikate „grün einfärben“.

Auch über den Einfluss des Energiemix auf den Strompreis gehen die Meinungen auseinander. Während die Energieerzeuger die hohen Fördermittel als Preistreiber verdammen, rechnen Vertreter der Öko-Strom-Befürworter mit einem langfristigen Sinken der Strompreise. Der Endverbraucher ist daher am besten beraten, sich über das Internet einen individuellen Stromvergleich erstellen zu lassen.


 

(Redaktion)

  • Tags:
  • Stromanbieter
  • Ökostrom
  • regenerative Energien
  • Energieversorger

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © pixelio.de/Stephanie Hofschlaeger


 


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