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Oktoberfest 2012

Schankmoral: „Bei Käfer wird man besonders konsequent beschissen“

„Bei Käfer wird man als Gast besonders konsequent beschissen“, sagt Jan-Ulrich Bittlinger, der Präsident des Vereins gegen betrügerisches Einschenken e.V. (VGBE). Hier kostet die Maß, umgerechnet auf einen Liter, 11,40 Euro. Im Schnitt fehlten 0,2 Liter pro Maßkrug beim Schicki-Micki-Wirt.

Gemeinsam mit ihrer Facebook Gruppe hat der Verein am vergangenen Dienstagabend 96 Maß Bier in den großen Zelten auf dem Oktoberfest kontrolliert. Auch dieses Jahr bekamen die Kontrolleure vom VGBE keine 1-Liter-Maß. Mit im Schnitt 0,94 Liter waren die Maßkrüge im Löwenbräu Festzelt am besten gefüllt. Der VGBE bezweifelt, dass die offiziellen Kontrollen durch das Kreisverwaltungsreferat (KVR) korrekt ablaufen. „Ich vermute mal sehr stark, dass hier für ein halbes Hendl und eine Maß Bier gerne mal ein Auge zugedrückt wird. Und diese Vermutung ist sehr konkret“, sagt Bittlinger. Sonst müsste der Käfer seine Wiesn-Lizenz verlieren.

Das Interesse an der Schankmoral ist groß

Über 1.600 Fans zählt die Facebook Gruppe vom VGBE. 46 davon haben sich für die „1. Volksschankkontrolle“ am 25.09.2012 angemeldet. „Nach den üblichen Ausfällen des ersten Wiesn-Wochenendes, waren wir dann doch etwas mehr als 20 Personen“, freut sich Bittlinger. Mitglied im Verein müssen die Facebook-Freunde nicht sein. Aber sehr viele Teilnehmer unterschrieben dann im Laufe des Abends noch einen Mitgliedsantrag. „Bei 6 Euro im Jahr Mitgliedsbeitrag ist das aber auch kein Wunder“, findet der Vereinsvorsitzende.

So viel ist wirklich drin!

In Gruppen aufgeteilt und mit Geld und Maßband ausgestattet, kontrollierten die Teilnehmer dann insgesamt 96 Maß Bier in 12 der 13 großen Zelten, mit Ausnahme des Weinzelts. „Was soll man auch im Weinzelt kontrollieren? Da gibt’s ja eh nix Gscheids“, begründet Bittlinger den großen Bogen, den der VGBE um das Promizelt macht. Im Schnitt erhielten die Kontrolleure des Vereins folgende Mengen:

  • Löwenbräu: 0,94 Liter
  • Hacker Festzelt: 0,92 Liter
  • Hippodrom: 0,90 Liter
  • Bräurosl: 0,88 Liter
  • Ochsenbraterei: 0,87 Liter
  • Armbrustschützen: 0,87 Liter

„Man muss sich wundern, warum das KVR immer zu ganz anderen Ergebnissen kommt und die Schankmoral so positiv findet“, staunt Jan-Ulrich Bittlinger.

Angesichts dieser Fehlmengen müsse man fast darüber nachdenken, beim Bürgerbegehren die Höchstgrenze für den Bierpreis von 7,10 Euro noch deutlicher zu senken.

Quelle: Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. www.vgbe.de

(Redaktion)


 


 

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