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Oktoberfest

Wiesn´Tipps – nicht nur für „Zug´reiste“

Es ist wie bei jeder guten Party: Damit richtig Stimmung aufkommt, sollte man vorher prüfen, was man selbst richtig machen kann um zum Gelingen beizutragen. Dazu gehört auch, dass man sich mit dem Dresscode auseinander setzt und weiß, wie man mit den örtlichen Gepflogenheiten umgeht.

Auf der Homepage der Stadt München fanden wir hilfreiche Tipps:

Wiesn´Tipp - Outfit

Generell gehört die Tracht zur Wiesn´ wie das Bier und die Brezel. Aber auf der Wiesn´ geht es tolerant zu. Wer dennoch eine Tracht kaufen möchte und nicht allzuviel dafür ausgeben mag, der kann gute Trachten auch gebraucht kaufen. Sowohl in der Innenstadt als auch rund um die Theresienwiese gibt es zahlreiche Second-Hand Läden. Wer es neu und hochwertiger mag der sollte ein paar hundert Euro investieren.
Ein persönlicher Tipp von Oberbürgermeister Christian Ude: „Falls Sie darauf angesprochen werden, dass Sie als „Saupreiß“ in einer Tracht nichts verloren haben, halten Sie dagegen: In der Großstadt war die Tracht immer eine Verkleidung, die einfach das Zusammenhörigkeitsgefühl beim Feiern verdeutlichen soll.“

Übrigens ist die Schleife am Dirndl ein stiller Botschaftsträger: Trägt die Dame den Knoten vorn auf der rechten Seite, so bedeutet dies, dass Sie nicht mehr zu haben oder gar verheiratet ist. Ein Knoten auf der linken Seite hingegen signalisiert: "Ich bin noch frei."Manche interpretieren die Schleife vorne in der Mitte mit „ist Jungfrau“ und die Schleife hinten am Rücken heißt „ist verwitwet“.

Wiesn´Tipp - Bayerisch für Kenner

Nichtbayern empfiehlt es sich, einige Begriffe aus dem Bayerischen zu kennen, um mögliche Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen. So ist eine „Fotzn“ kein vulgärer Ausdruck für ein Geschlechtsorgan, sondern bezeichnet eine Ohrfeige. Und wenn von einem „Stamperl“ die Rede ist, so ist damit nicht ein stämmiger, stark untersetzter Mensch gemeint, sondern ein Gläschen Schnaps.
Hier einige Ausdrücke, die Sie kennen sollten:

Griasgood / Griasdi - Guten Tag / Grüß dich
Griaseichgood miteinand - Grüß Gott zusammen
Deaf I? / Ealaums? - Darf ich? / Erlauben Sie?
Is da no frei? - Ist hier noch frei?
A Maß (unbedingt mit kurzem a aussprechen!) - Ein Liter Bier
Brezn - Brezel, Brezen
bieseln - urinieren
Schmaizler - Schnupftabak
Radi - Rettich
Hendl / Gickerl - Brathuhn
Stamperl - Gläschen Schnaps
Obatzda - Paste aus Camembert und Zwiebeln, gewürzt mit Paprika
Ha? - Wie bitte?
Host mi? - Hast du mich verstanden?

Wiesn´Tipp: Ja mei!

wörtlich zu übersetzen; bedeutsam ist hier die Betonung: ein kurz gesprochenes "ja mei" bedeutet wenig Interesse an einer Sache, ein gedehntes "ja mei" mit steigender Stimmhöhe schon erfreutes Erstaunen und ein seufzendes "ja mei" höchste Anteilnahme. Norddeutsche benötigen hingegen meist einen Wortschwall, um ihre Gefühle so differenziert ausdrücken zu können.
Jaggal - Jäckchen
Des is mia wurscht - Das ist mir egal
Ja, mi leggst am Oarsch!  Ja, do legst di nieda! - Donnerwetter! (Ausruf des Erstaunens)
Aff / Depp / Hirsch - Nicht als Beleidigung zu verstehen; herzlicher Umgangston
Saupreiß - Saupreuße (Schimpfwort für alle Nichtbayern)
Bussl - Küsschen
Gschbusi - Geliebte(r)
Gaudi - Vergnügen
De hod Hoiz vor da Hüttn - Die hat eine große Oberweite
Schleich di - Verschwinde!
Watschn / Fotzn / Schejn - Ohrfeige
Dangschee - Vielen Dank
Servus / Pfiat di / Pfiat eich - Auf Wiedersehen

Wiesn´Tipp - Anbandeln

Je voller das Zelt, je später die Stunde, desto lieber wird geflirtet. Hier einige Tipps, die Sie berücksichtigen sollten:

• Kommen Sie zur Rushhour: Je voller das Festzelt und je übermütiger die Stimmung, desto leichter wird die Kontaktaufnahme.
• Wie beim Hauskauf: Achten Sie bereits auf der Suche nach einem Platz im Zelt darauf, wer neben Ihnen sitzt. So lassen sich Irrtümer vorweg vermeiden.
• Vorsicht mit zu viel Alkohol. Nichts ist unangenehmer, als eine "anhängliche" Bierleiche.
• Respektieren Sie die Position der Dirndel-Schleife: Ist sie rechts, ist die Dame tabu!
• Achten Sie darauf, ob Ihr Flirtpartner auch tatsächlich Ihre Signale erwidert, alles andere kann peinlich oder schmerzhaft enden.
• Machen Sie keine plumpen Komplimente. Erst gemeinte sind hingegen erwünscht.
• Funkt es zwischen Ihnen und Ihrem Flirtpartner: herzlichen Glückwunsch! Sollte dies nicht der Fall sein: akzeptieren Sie ein Nein.

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(Redaktion/Edda Nebel)


 


 

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