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Oktoberfest 2011

Volksfest so groß wie im Jubiläumsjahr

In diesem Jahr müssen Besucher des Münchner Oktoberfests tiefer in die Tasche greifen. Eine Maß Bier koste zwischen 8,70 Euro und 9,20 Euro, das sind 3,6 Prozent mehr als 2010, sagte Wiesnchefin Gabriele Weißhäupl am Donnerstag in München. Damit wird erstmals die Neun-Euro-Grenze überschritten.

Die Wiesnwirte begründen die Erhöhung mit steigenden Preisen, Löhnen und den verstärkten Sicherheitsmaßnahmen auf dem Volksfest, die auch auf sie umgelegt werden, sagte der Sprecher der Wirte, Toni Roiderer. Es gehe nicht um Gewinnsucht. "Außerdem wären höhere Benzinpreise viel schlimmer", sagte er.

Viel Nostalgie auf dem Volksfest

In diesem Jahr steht das Oktoberfest im Zeichen der Nostalgie. Mit traditionsreichen Fahrgeschäften und Volksliedern wolle man das Brauchtum auf dem größten deutschen Volksfest verstärken, sagte Weißhäupl. Dafür soll ein zusätzlich geschaffener drei Hektar großer Bereich, die "Oide Wiesn", wie bereits im Jubiläumsjahr 2010 an die vergangenen Jahrzehnte des Fests erinnern.

Damit erstreckt sich die Gesamtfläche der Wiesn nun erneut auf 34 Hektar. Auch das diesjährige Logo, das die Plakate und Oktoberfest-Souvenirs wie Schneekugeln, Bierkrüge oder Lederhosen ziert, ist auf alt getrimmt: es zeigt eine Stickerei mit einem tanzenden Paar in Tracht. Nostalgie habe sich mittlerweile zu einem Trend entwickelt, sagte die Wiesnchefin.

Mehr Sitzplätze in Zelten und Biergärten

Für Besucher gebe es dieses Jahr mit 115.000 Sitzplätzen in den Zelten und Biergärten insgesamt 4.000 mehr als im Vorjahr, sagte der Leiter des Organisationsteams, Hans Spindler. Da die Oide Wiesn um drei Hektar erweitert wurden, könnten mittelgroße Betriebe wie zum Beispiel die Wurstimbisshalle "Zur Bratwurst" deutlich vergrößert werden.

Mit einem Wasser-Rafting will das Volksfest neue Attraktionen schaffen. Es müsse stets Neues dabei sein, damit das Volksfest interessant bleibe, sagte Weißhäupl. "Es ist nicht eine Schallplatte, die man auflegt." Daneben soll auch eine XXL-Schaukel für neuen Fahrspaß sorgen.

Wirtschaftsfaktor Volksfest

Das Oktoberfest sei ein immenser wirtschaftlicher Motor für die Stadt, sagte Weißhäupl. 57.000 Betten stünden den Wiesnbesuchern zur Verfügung. 2010 waren 6,4 Millionen Menschen zu dem Volksfest gekommen. Dennoch bleibe das Fest vor allem ein bayerisches. Sechzig Prozent der Besucher kämen aus München selbst. International locke es vor allem Menschen aus Italien, den USA und Großbritannien an. 19 Prozent der Festbesucher kämen aus dem Ausland.

2010 hatte die Wiesn ihren 200. Geburtstag gefeiert. Das Oktoberfest wurde aber nicht jedes Jahr veranstaltet. Das diesjährige 178. Fest beginnt am 17. September. Dann wird der Münchner Oberbürgermeister Christan Ude (SPD) das traditionelle Anzapfzeremoniell sprechen. Die Wiesn enden nach 17 Tagen am 3. Oktober.

(dapd-bay Anna Ringle-Brändli)


 


 

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1 Kommentar

von clementine
26.09.11 12:45 Uhr
oide wies´n

Die oide wies´n erinnert mich an meine Kindheit, wo ich, geb. 1944, jeden Tag mit meinem Opa auf der Krinoline fahren durfte. Wir wohnten damals direkt am Goetheplatz. Die beiden Bierzelte sind so gemütlich, die Bänke im Garten sind nicht so eng aufeinander, die Hendl schmecken wunderbar und das Bier in den typischen Masskrügen bleibt so schön kühl. Die Familien mit ihren schönen Trachten haben die grösste Freude mit den alten Karussels. Hoffentlich bleibt diese "NEUE, ALTE Wies´n" als Tradition erhalten.

 

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