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Olympia-Entscheidung

Wie läuft der Tag in Durban morgen ab?

An der Abstimmung über die Austragung der Olympischen Winterspiele 2018 werden voraussichtlich nur 96 der 110 Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) teilnehmen. Nach Informationen von IOC-Präsident Jacques Rogge sind sechs IOC-Mitglieder nicht zur Abstimmung ins südafrikanische Durban gereist. Unter ihnen befindet sich auch der Brasilianer Joao Havelange, gegen den die Ethikkommission ermittelt.

Die sechs IOC-Mitglieder aus den Ländern der Bewerber - Deutschland (München), Südkorea (Pyeongchang) und Frankreich (Annecy) - dürfen im ersten Wahlgang über den Ausrichter der Winterspiele 2018 ebenfalls nicht ihre Stimme abgeben. IOC-Präsident Rogge wählt traditionell nicht mit, auch der Schweizer Denis Oswald will sich der Stimme enthalten.

Wie läuft der Tag in Durban ab?

Die 123. Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) findet im International Convention Center (ICC) in Durban statt. Um 8.30 Uhr eröffnet IOC-Präsident Jacques Rogge die Session. Ab 8.45 Uhr betreten die Vertreter der drei Kandidaten München, Pyeongchang (Südkorea) und Annecy (Frankreich) die Bühne für eine jeweils 45-minütige Abschlusspräsentation. Der erste Wahlgang erfolgt um 15.35 Uhr, die Entscheidung wird um 17 Uhr verkündet.

Wie viele IOC-Mitglieder stimmen über die Vergabe der Spiele ab?

Das IOC umfasst 110 Mitglieder, allerdings sind sechs Mitglieder nicht nach Durban gereist. Vizepräsident Thomas Bach und Claudia Bokel sind als deutsche Mitglieder im ersten Wahlgang nicht stimmberechtigt, ebenso wie die jeweils zwei Mitglieder aus den weiteren Bewerberländern Frankreich und Südkorea. Im ersten Wahlgang können daher höchstens 98 IOC-Mitglieder ihre Stimme abgeben.

Wie viele Wahlgänge gibt es?

Fällt im ersten Wahlgang keine Entscheidung, gibt es einen zweiten. Ein Kandidat gilt im ersten Wahlgang als gewählt, wenn er die absolute Mehrheit (50 Prozent plus eine Stimme) der abgegebenen Stimmen erhält. Entfallen auf keinen der drei Kandidaten die dafür nötigen Stimmen, scheidet die Stadt mit der geringsten Stimmenzahl nach dem ersten Wahlgang aus. Im zweiten Wahlgang sind die IOC-Mitglieder des ausgeschiedenen Landes wieder stimmberechtigt. Das exakte Ergebnis der Stimmenauszählung bleibt aber geheim. IOC-Präsident Jacques Rogge verkündet danach entweder "We have a winner" oder "... has dropped out" (... ist ausgeschieden). Der zweite Wahlgang ist dann eine Stichwahl zwischen den verbleibenden zwei Kandidaten.

Wie viele Stimmen braucht ein Bewerber für die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang?

IOC-Präsident Jaques Rogge enthält sich stets der Stimme, auch der Schweizer Denis Oswald hat dies angekündigt. Damit würden höchstens 96 IOC-Mitglieder über das Gastgeberland 2018 abstimmen. Für den Zuschlag reichen in jedem Fall 50 Prozent plus eine Stimme aller abgegebenen Stimmen. Wenn 96 Mitglieder abstimmen, würden demnach 49 Stimmen für einen Sieg im ersten Wahlgang genügen.

(dapd-bay)


 


 

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