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Olympia-Geiseldrama-Film

ZDF verfilmt das Geiseldrama der Olympischen Spiele 1972

Das ZDF verfilmt das Geiseldrama der Olympischen Spiele 1972 unter Mitwirkung israelischer und palästinensischer Darsteller.

"Wir wollen damit eine größtmögliche Authentizität erreichen", sagte Regisseur Dror Zahavi am Mittwoch in München. Bereits seit Ende Juni laufen die Dreharbeiten zu dem Film mit dem Arbeitstitel "München '72". Dabei wird auch an Originalschauplätzen wie dem Olympischen Dorf in München gedreht. Als Hauptdarsteller für die Produktion, die den realen Hintergrund mit fiktionalen Elementen verbinden soll, stehen derzeit unter anderem Heino Ferch und Bernadette Heerwagen vor der Kamera. Ein Sendetermin ist laut ZDF noch nicht festgelegt.

Das Olympia-Attentat von 1972

Das Attentat auf die Olympischen Spiele von München vor fast 40 Jahren gilt als Ausbruch des internationalen Terrorismus: Am 5. September 1972 starben unter den Augen der Weltöffentlichkeit elf Mitglieder des israelischen Olympia-Teams bei einem Anschlag palästinensischer Terroristen.

An jenem Dienstagmorgen kletterten acht Mitglieder des Terrorkommandos "Schwarzer September", ausgebildet in libyschen Trainingscamps, über den Zaun zum Athletendorf. Dort besetzten sie den israelischen Wohnblock und nahmen elf Sportler als Geiseln.

Der Trainer der Ringermannschaft und ein Gewichtheber wurden sofort ermordet. Die Attentäter forderten die Freilassung von 234 in Israel inhaftierten Palästinensern sowie der deutschen Terroristen Andreas Baader und Ulrike Meinhof. Israels Regierung lehnte ab.

Das Drama im israelischen Quartier in der Conollystraße 31 dauerte insgesamt 21 Stunden. Kurz nach 22.00 Uhr brachten zwei Helikopter Terroristen und Geiseln zum Militärflughafen Fürstenfeldbruck. Dort wartete eine Lufthansa-Maschine für den angeblichen Flug nach Ägypten.

Als zwei Terroristen das Flugzeug kontrollieren, eröffnen Scharfschützen das Feuer. In einem dreistündigen Feuergefecht starben in der Nacht alle neun weiteren Geiseln und fünf der acht Terroristen. Auch ein Polizist wurde tödlich getroffen.

Bundeskanzler Willy Brandt sprach von einem "erschütternden Dokument deutscher Unfähigkeit", als Pannen und mangelnde Sicherheitsmaßnahmen ans Licht kamen. Die überlebenden drei Terroristen wurden nur zwei Monate später von der Bundesregierung bei einem Geiselaustausch freigelassen. Zwei von ihnen tötete später der israelische Geheimdienst Mossad.

(dapd-bay)


 


 

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