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Olympiabewerbung

Horst Seehofer nach Olympia-Niederlage selbstkritisch

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) zeigt sich nach dem Scheitern der Münchner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 selbstkritisch.

"Wir hatten viele Muskeln", sagte der CSU-Chef am Samstag im oberpfälzischen Neutraubling über das deutsche Auftreten bei der Entscheidung in Südafrika. Zwar sei die Münchner Bewerbung exzellent gewesen, man dürfe aber nicht übersehen, "dass auch anderswo Strategien entwickelt werden".

Von den Vertretern der deutschen Bewerbungsgesellschaft forderte Seehofer Fairness ein. "Es gehört zum politischen Format, dass man solche Entscheidungen auch erträgt", sagte Seehofer. Er beteilige sich nicht an der Debatte um etwaige Verschwörungstheorien.

"Wir sind keine bestechliche Truppe"

München hatte die Abstimmung vor dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) am Mittwoch klar mit 25:63 Stimmen gegen das südkoreanische Pyeongchang verloren. Nach der Niederlage hatte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) in einem Interview gesagt: "Zweifel an der Wahl und den Kriterien des IOC sind angebracht." Pyeongchang biete neue Märkte, das sei entscheidend gewesen. Delegationsmitglied Franz Beckenbauer hatte sogar von Verrat an München gesprochen.

Der frühere IOC-Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Richard Pound, sagte, die Vergabe der Winterspiele sei transparent gewesen. "Wir sind keine bestechliche Truppe", sagte er dem "Spiegel". Zugleich ermunterte er München zu einer erneuten Bewerbung. Diese hätte "erstklassige Chancen", sagte Pound. "Eigentlich hat alles gestimmt, bis zur letzten Präsentation. Die haben alles gegeben."

Beckenbauer fordert Auszeichnung für Witt

Beckenbauer forderte derweil eine besondere Auszeichnung für Katarina Witt, die das Gesicht der Münchner Olympiabewerbung war. "Die Kati würde ich vorschlagen für den Bayerischen Verdienstorden. Wie sie sich - als Sächsin - für die bayerischen Interessen eingesetzt hat, besser kann man es nicht machen", sagte er der "Passauer Neuen Presse".

Für ihr Engagement bekommt Frau Witt jedenfalls eine Ehrung der Stadt München. Sie solle die Auszeichnung "München leuchtet" erhalten, sagte Ude dem "Münchner Merkur". Er nannte die Auszeichnung "selbstverständlich".

(dapd-bay)


 


 

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