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Coupon-Marketing

Groupon lässt lokale Kaufleute vom Online-Geschäft profitieren

Innerhalb von nur zwei Jahren ist der Onlinemarkt im sprichwörtlichen Sinne um einen Renner reicher geworden. Durch ihr Geschäft mit Rabattgutscheinen, ist Groupon regelrecht durch die Decke gegangen. Nicht zuletzt profitieren davon viele kleine Geschäfte, die hier ein neues Marketing-Tool für sich entdeckten.

Ziel ist es, eine „win-win“-Situation für Käufer und Verkäufer zu schaffen und lediglich die Vermittlungsprovision zu kassieren. 

„Online-Genossenschaft“

Das System ist so einfach wie alt: Früher gab es Genossenschaften, die gemeinschaftlich bei den Händlern Rabatte aushandelten, heute bilden sich regelrechte Käufermächte auf Groupon: Das ist gewollt und wird ganz gezielt gesteuert. Hier kommt das Geschäft erst bei einer Mindestzahl von Käufern zustande, damit es sich auch für den Verkäufer lohnt.

Lokalmatadore auf neuen Wegen

Bei den Verkäufern handelt es sich lange nicht mehr um große Firmen, die Überproduktionen abbauen möchten, sondern zunehmend um örtliche Firmen, die im lokalen Geschäft vergleichbar wenige Möglichkeiten für schlagkräftiges Marketing haben. Das System hat sich als Renner erwiesen vor allem bei Neueröffnungen, Jubiläen, oder überhaupt allen Anlässen, die schnell möglichst viel Publikum generieren möchten oder aber rasch Bekanntheit brauchen.

Groupon verdient an jedem "Deal"

Ausschließlich die Provision geht an Groupon. Und der Erfolg gibt den Gründern recht: Der Umsatz schnellte innerhalb von zwei Jahren von zwei Millionen Dollar 2009 auf 51 Millionen im Vorjahr. 2008 in Chicago gegründet, expandierte Groupon aus den USA in mittlerweile rund 40 Länder. Große Aufmerksamkeit erregte Groupon, als es vor ein paar Monaten das Angebot von Google ablehnte – immerhin sechs Mrd. Dollar.

Größter Börsengang des letzten Jahrzehnts

Inzwischen gibt es viele Nachahmer, die sich ausschließlich noch über Preisschlachten definieren können. Das scheint dem Erfolg von Groupon jedoch keinen Abbruch zu tun: Nach Angaben unterschiedlicher Medien gehen die Coupon-Verkäufer in absehbarer Zeit an die Börse. Der Sprung aufs Parkett könnte laut Focus Money vom Januar ein Volumen zwischen einer und 1,5 Milliarden Dollar haben. Damit stünde der größte Börsengang in der US-Technologiebranche seit einem Jahrzehnt bevor.

In Deutschland übernahm Groupon im Mai 2010 MyCityDeal. MyCityDeal war ein Investment der Samwer-Brüder gemeinsam mit Holtzbrinck Ventures. Einen Monat vorher investierte Digital Sky Technologies 135 Millionen US-Dollars in Groupon. Im Januar 2011 schloss das Unternehmen eine Finanzierungsrunde mit 950 Millionen Dollar ab. Zu den Geldgebern zählten Investmentfirmen wie Kleiner Perkins Caufield & Byers, Greylock Partners und Andreessen Horowitz.

(Edda Nebel)


 


 

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