Sie sind hier: Startseite München Lifestyle Life & Balance
Weitere Artikel
Ostern 2011

Es ist das Osterfest alljährlich für den Hasen recht beschwerlich

Für die meisten Deutschen bedeutet das Osterfest vor allem ein langes Wochenende, Eier färben, Ostereier suchen und das Beisammensein mit den Liebsten. Doch was hinter den Bräuchen steckt, die wir alljährlich zelebrieren, das wissen die Wenigsten. Alles Wissenswerte erfahren Sie hier.

Ostereier

Ostereier sind die zum Osterfest verschenkten bunten und aus verschiedenen Materialien hergestellten Eier. Das Osterei ist bei uns das berühmteste Symbol des Osterfestes. Das Ei wird bemalt und mit den unterschiedlichsten Materialien verziert. Doch woher kommt dieser Brauch? Am wahrscheinlichsten ist ein Zusammenhang mit der 40-tägigen Fastenzeit, die am Karsamstag endet. Während dieser Zeit waren Eier, Fleisch und Milchprodukte verboten. Natürlich legten die Hühner in dieser Zeit weiterhin Eier, so dass ein Überschuss herrschte und die Eier durch Kochen haltbarer gemacht wurden. Um sie von den frischen Eiern unterscheiden zu können, wurden sie zunächst rot angemalt, im Laufe der Zeit wurden sie dann mehrfarbig und mit kunstvollen Techniken bemalt.

Eier gelten außerdem als Symbol für Fruchtbarkeit und erneutes Leben.

Der Osterhase

Auch der Hase soll schon als Symbol der Fruchtbarkeit gegolten haben und gehört für die meisten zu den Osterfeiertagen dazu. Als Eierbringer zu Ostern tauchte der Hase erst im 17. Jahrhundert auf. Er etablierte sich dann im 19. Jahrhundert als Bilderbücher zum Fest entstanden und auch die Schokoladen- und Spielzeugindustrie ihn für sich entdeckte.
Der Hase ist im Frühling stets auf großer Nahrungssuche und hält sich deshalb in der Nähe der Gärten und Häuser der Menschen auf. So ist er auch dann in der Nähe, wenn die Eltern die Eier in den Garten legen, um ihre Herkunft zu verschleiern. So erfand man den Zusammenhang zwischen dem Hasen und den „alten“ Eiern. Das Verstecken der Eier wurde erst in diesem Rahmen eingeführt, um das Geheimnis des Osterhasen und seiner widernatürlichen Tätigkeit zu hüten.

Das Osterfeuer

Das Osterfeuer (in Bayern auch Jaurusfeuer, Judasfeuer oder Jaudusfeuer = Judas-Verbrennung), dessen Brauch bereits seit Mitte des 16. Jahrhunderts praktiziert und schon auf vorchristliche Traditionen zurückzuführen ist, wird jährlich am Osterwochenende entfacht. Schon zu heidnischer Zeit wurden Frühlingsfeuer entzündet, um mit ihnen als Symbol für die Sonne Fruchtbarkeit und Wachstum auf die Erde zu holen. Beim Osterfest wurde dieses Feuer dann zu einem zentralen christlichen Ereignis, bei dem die Osterkerze entzündet wurde, um diese anschließend in einer feierlichen Prozession in die dunkle Kirche zu tragen. Dieses Lichtwerden versinnbildlichte die Auferstehung Jesu und das neue Leben, das mit ihm in die Welt kam.

Als liturgischer Teil ist das Osterfeuer ein gesegnetes Feuer, kann somit dazu verwendet werden, sich von gesegneten Gegenständen, die man nicht mehr benötigt, zu entledigen.

Das Osterlamm

Das Lamm ist das klassische Opfertier im Alten Testament und gehört zum christlichen Osterfest dazu. Entstanden ist das Osterlamm aus dem Ritual der Juden, zum Passahfest ein Lamm zu schlachten und zu verspeisen. Dabei wird das Lamm zum Gedenken an Gott geschlachtet. Als Symbol der verletzbaren Wehrlosigkeit steht das Osterlamm für den wehrlosen Jesu, der verletzt, gequält und letztendlich gekreuzigt wurde.  

Das Lamm mit seinem weißen Fell ist auch ein Symbol für Reinheit und friedliche Lebensweise.

Frohe Ostern!

(Redaktion)


 


 

Eier
Osterfest
Hase
Symbol
Ostereier
Osterhase
Osterfeuer
Fruchtbarkeit
Osterlamm
Lamm

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Ostern" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: