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Ostern 2011

Ostern steht vor der Tür...

Ostern - das bedeutet für die meisten Deutschen vor allem ein langes Wochenende, für manche sogar Ferien, Eier färben, Ostereier suchen und das Beisammensein mit den Liebsten.

Doch woher das Fest eigentlich kommt und was wir in der Karwoche zelebrieren, das wissen die Wenigsten. Alles Wissenswerte erfahren Sie bei uns:

  • Ostern ist neben Pfingsten das älteste und es ist das höchste Fest der Christenheit.
  • Ostern fällt immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond, im Gregorianischen Kalender also frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April.
  • Seit längerem wird versucht, Ostern auf einen festen Termin zu legen. In der anglikanischen Kirche feiert man das Fest seitdem am ersten Sonntag nach dem zweiten Samstag im April. In der katholischen und protestantischen Kirche bleibt Ostern jedoch ein beweglicher Feiertag.
  • Die Karwoche, die Woche vor Ostern, ist die wichtigste Woche des christlichen Kirchenjahrs.
  • „Kar“ bedeutet Kummer oder Trauer.
  • Die Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag und steht im Zeichen des Einzugs Jesu in Jerusalem.
  • Der Gründonnerstag, der fünfte Tag der Karwoche, erinnert an den Tag des Abendmahls, das Jesu mit seinen Jüngern vor seiner Kreuzigung einnahm. Die Herkunft des Wortes ist leider unklar, hat jedoch nichts mit der Farbe „grün“ zu tun.
  • Der Karfreitag bzw. der Kummer-Freitag ist der höchste kirchliche Feiertag und ein „stiller“ Feiertag, da es der Überlieferung nach der Todestag Jesu ist. An diesem Tag fand der Prozess, die Hinrichtung und die Beerdigung Jesu in Jerusalem statt. Er wird als Fasttag und im Zeichen der Trauer in Stille und Besinnlichkeit zelebriert.
  • Der Karsamstag oder Ostersamstag ist der erste Tag nach Jesu Tod und der Tag der Grabesruhe. Es findet kein Gottesdienst statt und die Altäre in den Kirchen sind frei von Kerzen und Blumen. In der Nacht zum Sonntag oder früh am Ostermorgen kommen dann erst die Christen zur Feier der Auferstehung zusammen. In dem Zusammenhang findet auch das Osterfeuer statt. In Deutschland ist der Karsamstag vor allem auch ein Tag der Vorbereitung für die Ostertage.
  • Der Ostersonntag ist der Auferstehungstag Jesu. In Deutschland wird ausgiebig im Kreise der Familie gefrühstückt. Außerdem werden viele Brauchtümer wie z.B. das Ostereiersuchen durchgeführt.
  • Der Ostermontag ist der letzte Osterfeiertag. Auch er steht vor allem im Zeichen der Familie. Er ist ein gesetzlicher Feiertag, an dem wieder gemeinsam gegessen wird und weitere Brauchtümer gepflegt werden.

Frohe Ostern!

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von ReinhardMoysich
22.04.11 03:04 Uhr
Staatliche christliche Feiertage sind zutiefst unchristlich!

Spätestens nun, da für die Mehrheit der Deutschen (60%) Ostern keine religiöse Bedeutung (mehr) hat, sollte überlegt werden, ob nicht nur Ostern, sondern insgesamt alle staatlichen christlichen Feiertage überhaupt (noch) ihre Berechtigung haben.

Folgende gravierende Argumente sprechen für mich dagegen:
1. Sie sind verfassungswidrig, da im Grundgesetz die Trennung von Staat und Kirche verankert ist.
2. Sie sind verfassungs- und menschenrechtswidrig, da es dort verboten ist, dass irgendeine Religion bevorzugt wird.
3. Sie sind zutiefst unchristlich, da sie massiv gegen die christliche Nächstenliebe verstoßen. Diese lautet in der Bibel z.B.
"Liebe deinen Nächsten, denn was dir unlieb ist, tue ihm nicht!" (Lev. 19,18; nach einer alten aramäischen Übersetzung).
Dies bedeutet, wenn es "Christen" z.B. "unlieb" ist, dass nicht ihre, sondern islamische Feiertage staatliche Feiertage in Deutschland werden, so müssen sie sogar aktiv diese zutiefst unchristlichen staatlichen Feiertage abschaffen - sonst wären sie keine "Christen"!
4. Deutschland nennt sich "weltanschauungsneutral". Dann sollte Deutschland dies endlich in die Tat umsetzen und nur noch weltanschauungsneutrale Feiertage erlauben, z.B.
Friedensfest und Tage der Liebe, Gerechtigkeit, Kulturen, Natur, erneuerbaren Energien, Erde im Weltall.
Denn nur solche Feiertage können den sehr dringend benötigten gesellschaftlichen Zusammenhalt deutlich fördern - statt wie derzeit nur spalten!
Es sollte aber den Anhängern der unterschiedlichsten religiösen und nichtreligiösen Weltanschauungen ohne Unterschiede ermöglicht werden, für ihre jeweilige Weltanschauung an deren speziellen Feiertagen frei zu bekommen.

Ich kenne kein überprüfbares Argument, welches für staatliche christliche Feiertage spricht.
Auch die oft geäußerte Meinung, dass sie Tradition sind, ist hinfällig: Traditionen sind sicher nicht dazu da, stets weiter geführt zu werden, sondern müssen immer wieder überprüft werden, ob sie überhaupt noch sinnvoll bzw. eventuell sogar schädlich sind; andernfalls hätten wir nun noch immer z.B. die Tradition der Hexenverbrennungen - oder sogar die der Nazi-Zeit!

 

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