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  • 18.02.2013, 07:52 Uhr
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Pferdefleisch-Skandal

Fertiggericht-Firma von Alfons Schuhbeck ist auch betroffen

Medienberichten zufolge sind möglicherweise mehr als 100 Tonnen mit Pferdefleisch verunreinigte Produkte nach Deutschland geliefert worden. Betroffen ist außer den Handelsketten Rewe, Metro und Edeka auch der Lebensmitteldiscounter Aldi mit seinen etwa 3.300 Filialen hierzulande.

Eine Fertiggericht-Firma von Sternekoch Alfons Schuhbeck ist in den Pferdefleisch-Skandal verwickelt. Die Supermarktkette Rewe zog die beiden Produkte "Rewe Chili con Carne 350g" (gekühlt) und "Rewe Spaghetti Bolognese 400g" (gekühlt) von "Schuhbecks Geniesser Service" aus dem Verkehr. Sie könnten Anteile von Pferdefleisch beinhalten, teilte das Unternehmen am Sonntag in Köln mit.

Die Firma "Schuhbecks Geniesser Service" (SGS) mit Sitz in Laage bei Rostock habe Rewe darüber informiert. Die Fertiggerichte seien aus den Regalen genommen worden, teilte die Supermarktkette mit. Kunden können die Artikel im jeweiligen Rewe-Markt zurückgeben und bekommen den Verkaufspreis erstattet.

Die Produkte untersuchte ein Labor im Auftrag des Verbraucher- und Wirtschaftsmagazin "Markt" des Norddeutschen Rundfunks (NDR), wie der Sender mitteilte. Reporter hätten stichprobenartig Fertiggerichte eingekauft und diese in ein akkreditiertes Labor gebracht. Die Fragen zur Herkunft des verarbeiteten Fleisches habe die Firma SGS "aus vertraglichen Gründen" zunächst nicht beantworten wollen, da es sich um ein Eigenmarkenprodukt von Rewe handele, teilte der NDR weiter mit.

Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg sagte dem Sender: "Hier haben die Eigenkontrollen der Lebensmittelindustrie versagt". Der Ernährungsexperte fordert einen "lückenlosen Herkunftsnachweis auch für Fleisch in Fertiggerichten".

Medienberichten zufolge sind möglicherweise mehr als 100 Tonnen mit Pferdefleisch verunreinigte Produkte nach Deutschland geliefert worden. Betroffen ist außer den Handelsketten Rewe, Metro und Edeka auch der Lebensmitteldiscounter Aldi mit seinen etwa 3.300 Filialen hierzulande. Neben Lasagne könnten auch Ravioli, Cannelloni, Tortellini und Gulasch mit gehacktem oder geschnetzeltem Pferd versetzt worden sein.

Die Verbraucherminister der Länder wollen am heutigen Montag in Berlin über Konsequenzen aus dem Pferdefleisch-Skandal beraten.

(dapd-bay)


 


 

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