Pflegepflichtversicherung
Pflege-Schutz ergänzen
München. Wer pflegebedürftig ist, erhält zwar eine finanzielle Unterstützung über die private oder soziale Pflegepflichtversicherung. Allerdings reicht diese nicht aus, um die hohen Kosten im Pflegefall zu decken.
Die Bayerische Beamtenkrankenkasse und Union Krankenversicherung bieten nun - zusätzlich zu ihren Pflegetagegeldtarifen - zwei weitere ergänzende Tarife an:
- PflegePLUS schließt eine wichtige Vorsorgelücke. Der Tarif leistet bereits vor Eintritt der Pflegebedürftigkeit, also vor Zuordnung zu einer Pflegestufe.
- PflegePRIVAT beinhaltet zusätzliche Geld- und Serviceleistungen bei Pflegebedürftigkeit. Dieses Leistungsspektrum geht über das Angebot der meisten Wettbewerber hinaus.
Der Tarif PflegePLUS leistet bereits bei einer eingeschränkten Alltagskompetenz (z.B. Demenz) und somit bei einem erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf. Leistungsvoraussetzung ist die Feststellung im Gutachten der Pflegepflichtversicherung. Der Versicherte erhält dann 200 Euro Betreuungsgeld im Monat. Der Tarif kann mit einer vereinfachten Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden.
Wer PflegePRIVAT abschließt, sorgt dafür vor, dass ihn nahe Angehörige pflegen können. Denn seit Inkrafttreten der Pflegereform können sich Arbeitnehmer für maximal sechs Monate von der Arbeit für die Pflege naher Angehöriger freistellen lassen – allerdings mit Verzicht auf das Gehalt. PflegePRIVAT hilft hier mit monatlich 500 Euro und mildert so den Verdienstausfall. Darüber hinaus leistet der Tarif bei einer erforderlichen Betreuung von Kindern (bis 14 Jahren) des Versicherten und/oder der Pflegeperson. Die Betreuung wird innerhalb von 24 Stunden organisiert. Zudem wird einmalig eine Pauschale von 250 Euro für die Betreuung der Kinder gezahlt. Beim erstmaligen Eintritt in eine der versicherten Pflegestufen erhält der Versicherte einmalig 1000 Euro. Der Kunde profitiert außerdem von Serviceleistungen, die über das Basisangebot der Pflegepflichtversicherung hinausgehen. Beispielsweise erhält er Informationen zu den Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Testamentsgestaltung und fachspezifische Anwälte.
Beispiel: So ist ein 50-jähriger Mann für den Pflegefall bestens versichert
Ein 50-jähriger Mann ist mit einem Monatsbeitrag von 48,71 Euro sehr gut für einen Pflegefall abgesichert. Darin enthalten sind 38,76 Euro für den Pflegetagegeldtarif PflegePREMIUM, der in allen 3 Pflegestufen leistet, sowie 4,94 Euro und 5,01 Euro für die ergänzenden Tarife PflegePRIVAT und PflegePLUS. Mit dem Pflegetagegeldtarif PflegePREMIUM kann der Kunde einen Tagessatz zwischen 10 und 100 Euro versichern. Er erhält bei einem vereinbarten Tagegeld von beispielsweise 60 Euro bei Pflegestufe I 558 Euro, bei Pflegestufe II 1.116 Euro und bei Pflegestufe III 1.860 Euro pro Monat.
(Versicherungskammer Bayern)
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